Der TagSäugling erstickt: Vier Jahre Haft für Mutter
Es ist eine grausige Geschichte: Weil sie ihr neugeborenes Kind mit einem Kissen erstickte, muss eine 37-jährige Frau aus Südthüringen für vier Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Meiningen sprach sie wegen Totschlags schuldig. Der Prozess dauerte nur gut sechs Stunden.
Die Angeklagte hatte unter Tränen geschildert, wie sie ihr Kind Ende April 2011 in der Dusche gebar. Der Brustkorb des kleinen Jungen sei "komisch aufgewölbt" gewesen und er habe geschrien. Sie habe ein Kissen genommen, es auf den Säugling gelegt und die Hand daraufgelegt.
Die sterblichen Überreste waren vor einem Jahr auf dem Dachboden ihres Wohnhauses entdeckt worden. Dort fand die Polizei auch die Knochen eines weiteren Jungen.
Die 37-Jährige beteuerte, dass es sich dabei um eine Totgeburt gehandelt habe. Ob das zweite Kind tatsächlich tot geboren wurde, konnte ein Gutachten nicht mehr feststellen.