Der Tag

Der TagPro Asyl kritisiert Zentralrat der Juden

23.11.2015, 12:28 Uhr

Die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl hat Forderungen aus dem Zentralrat der Juden nach Obergrenzen für Flüchtlinge kritisiert. "Es ist befremdlich, wenn die CSU und der Zentralrat der Juden de facto fordern, die Europäische Menschenrechtskonvention außer Kraft zu setzen", sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt.

  • Sowohl die Genfer Flüchtlingskonvention als auch die Europäische Menschenrechtskonvention garantierten Schutz vor Zurückweisung an der Grenze in jedem Einzelfall, argumentierte Burkhardt. Wenn Flüchtlinge per Boot an Europas Küsten anlandeten, könne niemand sagen: "Jetzt drehen wir das Boot um und schicken es zurück."

  • Zentralratspräsident Josef Schuster hatte zuvor in einem Interview mit der "Welt" gesagt: "Über kurz oder lang werden wir um Obergrenzen nicht herumkommen." Schuster plädierte für kontrollierte Zugänge in die Bundesrepublik.

Quelle: ntv.de