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Billig-Textilfabriken in Bangladesch: Die marode Nähstube der Welt

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Über 200 Tote und mehr als 1000 Verletzte ... (Foto: AP)

Über 200 Tote und mehr als 1000 Verletzte ...

Über 200 Tote und mehr als 1000 Verletzte ...

... hat der Einsturz des achtstöckigen Hauses in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka bereits gefordert.

Den Helfern, die immer tiefer in das zerstörte Haus vordringen ...

... offenbart sich ein verheerendes Bild.

Die meisten Verschütteten können nur noch tot geborgen werden.

Bis zu 1600 Menschen vermuten die Behörden noch unter den Trümmern.

Auch die Tochter dieser Frau liegt noch irgendwo in den Ruinen des "Rana Plaza".

Die Arbeiter hatten das illegal errichtete Gebäude nach dem Besitzer Sohel Rana benannt.

Ursprünglich sollte das Haus nur vier Stockwerke haben, aber ...

... die Textilfabrikanten rissen sich geradezu um den billigen Mietraum, ...

... also wurden noch einmal vier Stockwerke angebaut - mit unzureichend tragenden Wänden.

Immer wieder kommt es in dem Land, ...

... dessen Textilindustrie boomt und sein wichtigster Wirtschaftszweig ist, ...

... wegen Missachtung von Sicherheitsvorschriften zu Katastrophen.

Erst im November 2012 starben bei einem Fabrikbrand 112 Menschen.

Uns trifft dabei eine Mitschuld.

Europäische und US-amerikanische Kunden sind es gewohnt, ihre Kleidung zu Discountpreisen zu kaufen.

Firmen wie Primark, H&M, C&A oder kik unterbieten sich gegenseitig bei dem Versuch, immer billiger zu werden ...

... und geben diesen Druck an die Produzenten weiter.

In den Trümmern finden sich noch die Überreste der Billigkollektionen.

Diese Hose war offensichtlich für den britischen Markt bestimmt und sollte nur 14 Pfund kosten.

Allem Preisdumping zum Trotz, ...

... die Frauen, die diese Klamotten hergestellt haben, könnten sie sich selbst nie leisten.

Im Durchschnitt verdient eine Arbeiterin in Bangladesch etwa 24 Dollar ...

... im Monat.

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