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Bilder jüdischer Fotografen aus Litzmannstadt: Das Gesicht des Ghettos

 
Bilder jüdischer Fotografen aus Litzmannstadt: Das Gesicht des Ghettos

Frühjahr 1940.

Polen steht seit einem Jahr unter deutscher Besatzung.

Im Ghetto Litzmannstadt, wie Lodz von den Nationalsozialisten umbenannt wird, drängen die Deutschen 160.000 Juden zusammen.

Im Herbst 1942 folgen weitere 20.000 Juden aus verschiedenen westeuropäischen Städten.

Auch 4000 Berliner Juden werden hierhin abgeschoben.

Nun zeigt die Stiftung Topographie des Terrors erstmals nahezu unbekannte Fotos aus dem Ghetto.

Eine Auswahl von tausenden von Bildern, die jüdische Fotografen für den Judenrat machen.

Auftragsarbeiten, zunächst vor allem Passfotos für Ausweise.

Doch nach und nach gehen die Fotografen dazu über, das gesamte Leben zu dokumentieren.

Der Ältestenrat des Ghettos hofft auf diese Weise, die Leistungsfähigkeit des Ghettos zu zeigen ...

... und es damit vor weiteren Deportationen zu schützen.

Die Fotografen zeigen viele Aspekte des Ghettolebens.

Das private Leben, ...

... in allen seinen Facetten.

Scheinbar unbeschwerte Momente der Ausgelassenheit, ...

... des Alltags.

Sie zeigen aber auch das alltägliche Elend, ...

... die Arbeit, die die einzige Hoffnung auf Überleben darstellte, ...

... die Deportationen, ...

... und die permanente Angst vor dem Tod.

Zehntausende Juden starben in Litzmannstadt bis zum Sommer 1944 an Hunger und Krankheiten.

Viele wurden ab Dezember 1941 im nahegelegenen Vernichtungslager Kulmhof ermordet.

Die Ausstellung in Berlin, die noch bis zum 3. Oktober 2010 zu sehen ist, gibt ihnen nun ein Gesicht.

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