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Freitag, 10. Juli 2015

Apple gibt öffentliche Beta frei: Das sind die neuen Funktionen von iOS 9

Von Klaus Wedekind

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Im Rahmen von Apples Beta-Software-Programm kann ab sofort jeder interessierte Nutzer eine Vorschau-Version von iOS 9 auf einem iPad oder iPhone installieren. (Foto: Apple)

Im Rahmen von Apples Beta-Software-Programm kann ab sofort jeder interessierte Nutzer eine Vorschau-Version von iOS 9 auf einem iPad oder iPhone installieren.

Im Rahmen von Apples Beta-Software-Programm kann ab sofort jeder interessierte Nutzer eine Vorschau-Version von iOS 9 auf einem iPad oder iPhone installieren.

So kann man Funktionen ausprobieren und Details bewundern, die die Geräte sonst erst Ende September erhalten würden. Cool.

Aber Vorsicht!

Auch wenn das Betriebssystem schon ausgereift aussieht ...

... und man ruhig schon mal probieren darf, ...

... ist die Software noch nicht fertig.

Apple muss noch etwas Feinarbeit leisten, ...

... bevor es iOS 9 feiern kann.

Deshalb installiert man die Beta am besten auf einem Zweitgerät.

Auf jeden Fall sollte vorher ein komplettes Backup über iTunes erstellt ...

... und archiviert werden.

Dann kann man nämlich notfalls den vorherigen Zustand relativ einfach wiederherstellen. Alles klar? Dann kann's losgehen.

Um Beta-Tester zu werden, meldet man sich unter www.beta.apple.com an.

Dann besucht man mit dem iPhone oder iPad dieselbe Webseite, um das Konfigurationsprofil herunterzuladen ...

... und im Anschluss zu installieren.

Ab sofort werden die Betas wie die üblichen Softwareaktualisierungen in den Einstellungen unter "Allgemein" angezeigt. Jetzt heißt es "Laden und installieren".

Ein paar Minuten später ist das Update abgeschlossen ...

... und nach ein paar letzten Einstellungen kann der Test von iOS 9 losgehen.

Auf den ersten Blick sieht iOS 9 nicht anders aus als iOS 8. Tatsächlich hat sich Apple bei seinem neuen Betriebssystem für iPhones und iPads mit neuen Funktionen zurückgehalten ...

... und sich vor allem auf Leistungsverbesserungen konzentriert. Unter anderem sollen Apps schneller starten, ...

... die Geräte gleichzeitig aber auch sparsamer sein.

Bei den wenigen Neuerungen hat Apple auf deren Nutzen geachtet. Spielereien bringt iOS 9 nicht, alle neuen Funktionen sind sehr praktisch.

Das fängt schon damit an, dass das Update viel kleiner als der Vorgänger ist.

Ab iPhone 4s und iPad 2 sind alle Geräte kompatibel, auch der iPod touch der 5. Generation erhält noch iOS 9.

Überflüssig ist lediglich, dass neben der wichtigen iPhone-Suche auch die Freunde-App nicht mehr entfernt werden kann.

Seinen Standort mit Freunden zu teilen, halten viele Nutzer weder für notwendig noch für nützlich.

Ob sie die neue News-App mögen, können die Tester noch nicht feststellen.

Vorerst gibt es die Schmöker-Anwendung nur in den USA, Australien und Großbritannien.

Der bisher vielleicht etwas stiefmütterlich behandelten Merk-App "Notizen" hat Apple eine Runderneuerung gegönnt.

Sie wurde in den Kreis der Anwendungen aufgenommen, die über den Teilen-Button erreicht werden können.

So kann man beispielsweise Links zu interessanten Artikeln in eine Notiz holen.

Jetzt ist es auch möglich, Zeichnungen anzufertigen ...

... oder Fotos hinzuzufügen.

Zusammen mit der neuen Checklisten-Funktion ...

... können Nutzer in Notizen beispielsweise jetzt so etwas anfertigen.

Apple Karten zeigt künftig in einigen Großstädten auch Pläne und Routen von öffentlichen Verkehrsmitteln an.

Berlin wird auch dazugehören, in der ersten Beta fehlt das Kartenmaterial aber noch.

Später werden Karten bei U-Bahnhöfen auch die verschiedenen Eingänge anzeigen.

Kennt man von Google Maps: Die Suche zeigt schon bei der Eingabe interessante Lokalitäten in der Umgebung an.

Mit oder ohne Kundenkarten: Apple Pay kommt auch mit iOS 9 nicht nach Deutschland.

Carplay verbindet Auto und iPhone künftig automatisch und kabellos, wenn der Fahrer einsteigt.

Sobald es die Hersteller einbauen.

Kleine, aber feine Neuerung: In Safari kann man die Leseansicht individueller anpassen, beispielsweise die neue Systemschrift "San Francisco" austauschen.

Im Gegensatz zu früheren Entwickler-Betas ist in der öffentlichen Vorab-Version die neue Musik-App enthalten. Nutzer können also Apple Music ...

... und den 24-Stunden-Internet-Radiosender Beats 1 testen ...

... oder ihren Lieblingsmusikern in "Connect" folgen.

Bei iPads ist die Mitteilungszentrale im Querformat jetzt zweigeteilt ...

... und in den Einstellungen gibt's in iOS 9 ein Suchfenster.

Etwas weiter unten findet man ein neues Batterie-Symbol.

Beim iPad sieht man hier lediglich Details zum Verbrauch einzelner Apps.

iPhone-Nutzer finden dort jetzt aber einen Stromsparmodus, der bei anderen Herstellern längst Standard ist. Mit der ersten Beta sind die Geräte aber noch Stromfresser. Was die Funktion bringt, sieht man erst bei der finalen Version.

Wird er aktiviert, deaktiviert das Gerät unter anderem die Hintergrundaktualisierung, E-Mails werden nicht mehr automatisch abgerufen und die Display-Helligkeit wird reduziert. Ein gelbes Batteriezeichen zeigt den Modus an.

Um die Sicherheit zu erhöhen, führt Apple mit iOS 9 sechstellige Codes ein.

Der vor dem Update eingegebene vierstellige Code bleibt aber bis zu einer Änderung gültig, Nutzer können auch wie bisher noch kompliziertere Codes eingeben.

Kürzlich geöffnete Apps zeigt jetzt ein neues Karussell an.

Siri wird nicht nur bunter, sondern auch noch etwas schlauer.

Man kann die digitale Assistentin beispielsweise nach Fotos einer Stadt suchen lassen, ...

... die sie dann im Internet findet und anzeigt.

Es geht aber noch besser: Siri sucht auch selbstgemachte Bilder und Videos eines Ortes, wenn man es ihr sagt.

Das sieht dann beispielsweise so aus.

Ebenso ist es möglich, sie nach einem Datum suchen zu lassen ...

... und schon öffnet sich die Fotos-App an der entsprechenden Stelle.

Hier hat sich übrigens auch eine Kleinigkeit geändert: In der Einzelansicht sind die Buttons jetzt gebündelt rechts oben, unten gibt's kleine Vorschaubilder der anderen Fotos.

Siri kann auch Zusammenhänge mit App-Inhalten erkennen ...

... und Befehle entsprechend umsetzen.

Apple hat auch die Möglichkeiten von Spotlight ausgebaut, das jetzt in mehr Bereichen sucht.

In Zusammenarbeit mit Siri zeigt die Suche automatisch häufiger benutzte Kontakte, zuletzt hinzugefügte Apps oder interessante Nachrichten an. Dazu muss man sie aber öffnen, indem man den Bildschirm nach rechts zieht.

Ansonsten bietet Spotlight schon bei der Eingabe passende Ergebnisse aus den verschiedenen Bereichen an, deren Reihenfolge Nutzer in den Einstellungen ändern können.

Über E-Mails eingehende Termine tragen iOS-9-Geräte automatisch in den Kalender ein; zudem sollen sie Bedürfnisse des Nutzers "vorausahnen".

Steckt er die Kopfhörer ein, startet beispielsweise die Musik-App, bei E-Mails werden passende Kontakte als Adressaten vorgeschlagen.

Ganz besonders profitieren iPad-Besitzer von iOS 9. Sie können jetzt vom rechten Displayrand eine zweite App öffnen.

So kann man beispielsweise schnell in Karten einen Ort suchen, der in einem Artikel erwähnt wurde.

Die Auswahl für das schlanke Zusatz-Fenster beschränkt sich derzeit noch auf einige Apple-Anwendungen, künftig sieht man dort aber auch andere angepasste Apps.

Beim iPad Air 2 ist auch ein Splitscreen möglich, bei dem die Größe der Fenster variiert werden kann und beide Apps aktiv bleiben. Inhalte können aber nur indirekt ausgetauscht werden.

Ebenfalls schick: Sieht man auf dem iPad ein Video, kann man es durch einen Druck auf den Home-Button minimieren ...

... und weiterlaufen lassen, während man schnell mal die Nachrichtenlage checkt ...

... oder eine E-Mail schreibt. Die Bild-in-Bild-Funktion funktioniert auch bei Facetime-Gesprächen.

Apropos schreiben: Besonders pfiffig ist die neue Tastatur, die sich in ein Trackpad verwandelt, wenn der Nutzer mit zwei Fingern nach unten streicht. So kann man unter anderem den Cursor verschieben und Text markieren.

In der Beta reagiert die Tastatur aber noch nicht in allen Apps korrekt auf die Zwei-Finger-Geste.

Auf iPads gibt's zum Ausschneiden, Kopieren und Einfügen neue Shortcuts über Q- und W-Taste.

Sie können sich von App zu App unterscheiden, Entwickler haben die freie Wahl.

Auf iPhones steht nur die Trackpad-Funktion zur Verfügung.

Last but not least: Wenn die Umschalttaste angetippt wird, ...

... ändert sich nicht mehr nur die Farbe des Pfeils auf ihr. Die gesamte Tastatur wechselt von Klein- zu Großbuchstaben oder umgekehrt.

In den kommenden Wochen veröffentlicht Apple im Beta-Programm weitere Updates, die Tester können im Herbst direkt auf die finale Version aktualisieren.

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