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Die Mückenart Aedes aegypti überträgt das Virus.
Die Mückenart Aedes aegypti überträgt das Virus.(Foto: AP)

Vor den Olympischen Spielen in Rio: 200.000 Soldaten sollen Mücken bekämpfen

Die brasilianische Regierung will verhindern, dass sich das von Mücken übertragene Zika-Virus weiter ausbreitet. Dafür sollen über 500 Tonnen Anti-Moskitomittel und Pestizide sorgen. Auch Soldaten werden deshalb landesweit im Einsatz sein.

Mit einem Mückenbekämpfungsprogramm will Brasilien Sportler und Besucher der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vor dem sich ausbreitenden Zika-Virus schützen. An 56.000 Hotels, Bars und Restaurants im ganzen Land sei ein Maßnahmenkatalog verschickt worden, um die Art Aedes aegypti, die das Virus überträgt, besser zu bekämpfen. Zudem würden in Rio während der Spiele im August die Vorsorge- und Diagnosemaßnahmen verstärkt. Die finanziellen Ausgaben würden im laufenden Jahr um 580 Millionen auf 1,87 Milliarden Real (422 Mio. Euro) erhöht, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Bei an Mikrozephalie erkrankten Babys ist der Kopfumfang ungewöhnlich klein, geistige Behinderungen sind die Folge.
Bei an Mikrozephalie erkrankten Babys ist der Kopfumfang ungewöhnlich klein, geistige Behinderungen sind die Folge.(Foto: dpa)

Allein über 550 Tonnen Anti-Moskitomittel und Pestizide sollen eingesetzt werden. Von Vorteil könnte sein, dass die Spiele im brasilianischen Winter stattfinden - damit könnte das Mückenrisiko weit geringer ausfallen. "Seit 30 Jahren gibt es diese Moskitos im Land und wir haben es nicht geschafft, sie zu eliminieren", sagte Gesundheitsminister Marcelo Castro der Agentur Agência Brasil zufolge.

Im Kampf gegen die Ausbreitung will die Regierung nun an einem Aktionstag am 13. Februar bis zu 220.000 Soldaten einsetzen. Sie sollen in betroffenen Gebieten von Haus zu Haus gehen, und bei der Bekämpfung der Art Aedes aegypti helfen. Als weitere Maßnahme sollen laut Castro 400.000 schwangere Frauen aus ärmeren Schichten Moskitoschutzmittel erhalten.

Schädelfehlbildungen bei Babys

Die Weltgesundheitsorganisation warnt inzwischen vor einer Ausbreitung des Zika-Virus auf dem gesamten amerikanischen Kontinent. Das Virus ist dort schon in 21 Ländern aufgetaucht. Es kann zu Fieber und Hautausschlag führen. Vor allem steht es im Verdacht, bei einer Infektion von schwangeren Frauen Schädelfehlbildungen bei Babys auszulösen.

In Brasilien wurden bisher 3893 Fälle der sogenannten Mikrozephalie ermittelt, vor allem im Norden. Dabei ist der Kopfumfang des Kindes zu klein, geistige Behinderungen sind die Folge. In sechs Fällen hatten Schwangere sich mit Zika infiziert. Bei Dutzenden Fällen besteht ein entsprechender Verdacht, allerdings bei keinem Fall in Rio de Janeiro.

Rund 266.000 Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sollen sich der Bekämpfung der Mückenart widmen, die auch das Dengue- und das Chikungunya-Virus übertragen kann. Einen Impfstoff gegen Zika gibt es bisher nicht.

Quelle: n-tv.de

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