Airbus-Ermittler finden UrsacheA400M stürzte wegen Software-Fehler ab

Es gibt einen Hinweis auf die Ursache des Absturzes des neuen Militärtransporters A400M in Spanien. Airbus teilt mit, dass man ein generelles Software-Problem entdeckt habe. Ob dies den Absturz verursachte, wird allerdings in Spanien ermittelt.
Der Absturz des Militärtransporters Airbus A400M vor gut einer Woche in Spanien ist möglicherweise durch Software-Probleme in der Triebwerkssteuerung verursacht worden. Das berichtet der "Spiegel". Ein Sprecher des Unternehmens wollte sich zwar nicht zu den unmittelbaren Ursachen des Absturzes äußern, dies sei Sache der Behörden in Spanien. Allerdings sei bei einer internen Analyse ein möglicher Softwarefehler entdeckt worden, der die Abschaltung von mehreren Triebwerken auslösen könnte.
Der Fehler sei in der Steuerungseinheit der Triebwerke entdeckt worden und habe womöglich den Ausfall von drei Triebwerken auf einmal ausgelöst. Demnach hätten die Triebwerke kurz nach dem Start von den Bordsystemen widersprüchliche Befehle erhalten und die Leistung daraufhin abgeschaltet. Die Piloten hätten dem Bericht zufolge nichts unternehmen können.
Die Kunden des Fliegers würden nun informiert, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die Analyse sei nicht Teil der offiziellen Unfalluntersuchung gewesen, den Behörden seien die Ergebnisse aber inzwischen mitgeteilt worden.
Airbus hofft dem "Spiegel"-Bericht zufolge, dass das kurz nach dem Unfall verhängte Flugverbot für den A400M nun aufgehoben werde. Nach Unternehmensangaben gibt es einen Test, mit dem die Maschinen auf den Softwarefehler hin überprüft werden könnten. Man habe bereits mit der europäischen Flugaufsichtsbehörde EASA Kontakt aufgenommen. Angeblich will das französische Militär bereits heute mit dem A400M abheben.