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Montag, 16. Januar 2017

Studie zu sozialer Ungleichheit: Acht Menschen reicher als Hälfte der Welt

Die acht reichsten Männer der Welt besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung - das teilt Oxfam mit. Den Berechnungen des Hilfswerks zufolge besitzen 3,6 Milliarden Menschen viel weniger als angenommen. Oxfam empfiehlt auch Gegenmaßnahmen.

Noch nie in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte war der Wohlstand weltweit so ungleich verteilt wie heute. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Entwicklungsorganisation Oxfam vor dem Start des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt hat.

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Laut von Oxfam zusammengestellten Daten besitzen die acht reichsten Menschen der Welt - allesamt Männer - gemeinsam ein ähnlich großes Vermögen wie die gesamte ärmere Hälfte der Menschheit. Das reichste Prozent der Menschheit besitzt demnach seit 2015 mehr als der gesamte Rest.

Zugrunde liegen der Studie Daten aus verschiedenen Quellen, die Oxfam zusammengetragen hat. So führte die Organisation etwa "Forbes"-Schätzungen zum Vermögen der acht reichsten Männer mit Schätzungen zum weltweiten Vermögen der Bank Credit Suisse zusammen. Die Daten zeigen, dass die Ungleichheit über die Zeit zugenommen hat. Zu den reichsten Männern gehören Bill Gates, Warren Buffet, Carlos Slim und Mark Zuckerberg.

Politische und unternehmerische Fehlentwicklungen

Demnach wuchs das globale Einkommen weltweit von 1988 bis 2011 um rund 11,9 Billionen Euro. Die reichsten zehn Prozent profitierten davon am meisten. Auf sie entfiel laut der Daten mehr als 45 Prozent der Steigerung. In Deutschland lag der Zuwachs des reichsten Zehntels demnach bei 34 Prozent. Hierzulande besitzen den Angaben zufolge 36 Milliardäre so viel Vermögen (279 Milliarden Euro) wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung.

Die Organisation macht für die Ungleichheit politische und unternehmerische Fehlentwicklungen verantwortlich. Sie fordert, dass Staaten stärker kooperieren anstatt gegeneinander in einen Wettbewerb um die niedrigsten Unternehmenssteuern zu treten. Gleichzeitig sollen sie unternehmerisches Handeln fördern, das sich weniger auf Kapitalgeber und stärker auf Arbeiter und Umweltkosten konzentriert. Kritikpunkt ist zudem das Bruttoinlandsprodukt als Indikator für Wohlstand. Unbezahlte Arbeit innerhalb von Familien trage zum Wohlstand einer Gesellschaft bei, werde vom BIP aber nicht gemessen.

Quelle: n-tv.de

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