Panorama
(Foto: Fotograf: Dirk Martin Heinzelmann, PixelHELPER.org)
Dienstag, 05. September 2017

Stinkefinger und Fahndungsplakat: Aktivisten attackieren Erdoğan

YUCK FOU ERDOGAN: Diese Worte projizierten Aktivisten an die Fassade der türkischen Botschaft in Berlin - samt Sigmar Gabriel und Stinkefinger. Auch über die zweite Lichtprojektion dürfte Erdoğan wenig erfreut sein.

(Foto: Fotograf: Dirk Martin Heinzelmann, PixelHELPER.org)

Aktivisten der Gruppe "Pixelhelper" haben erneut provokante Erdoğan-Karikaturen an die Fassade der türkischen Botschaft projiziert. Abgebildet wurde ein vermeintlicher Fahndungsaufruf von Interpol: Gesucht wird der Terrorist  R.T. Erdoğans, heißt es dort in Anspielung auf den türkischen Staatspräsidenten. Eine zweite Lichtprojektion zeigt Deutschlands Vizekanzler Sigmar Gabriel mit erhobenen Mittelfinger - darunter steht in Großbuchstaben: YUCK FOU ERDOGAN.

In einer Pressemitteilung fordern die Aktivisten "die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen in der Türkei".

"Pixelhelper" setzt eigenen Angaben zufolge ungewöhnliche Mittel ein, um auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Die Gruppe arbeitet vor allem mit Lichtprojektionen, die mit Hilfe leistungsstarker Beamer kurzzeitig an Fassaden erscheinen. "Uns geht es darum, die Leute wach zu rütteln", sagt Aktivist Olivier Bienkowski. Die Künstlergruppe sorgte schon des Öfteren für Aufsehen:

  • Zuletzt stellten die Künstler das Bundesamt für Migration "Außer Betrieb".
  • Im Juli projizierten sie an die Europäische Zentralbank ebenfalls den Schriftzug "Außer Betrieb".
  • Im März diesen Jahres erstrahlte an der Fassade der türkischen Botschaft Erdoğan, der ein Hakenkreuz an die Wand malt, während der Halbmond der türkischen Flagge im Papierkorb verschwindet.
  • Im Mai des vergangenen Jahres machten die Aktivisten auf sich aufmerksam, als sie Erdoğan mit Hitlerbart an die Fassade der türkischen Botschaft projizierte.
  • Im Juli 2013 prangte der Spruch "United Stasi of Amerika" und ein Bild von Kim Dotcom als Protest gegen die permanente Überwachung an der Fassade der US-Botschaft in Berlin.

Quelle: n-tv.de

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