Panorama
Die meisten Asylbewerber kommen aus dem Kosovo, Syrien und Serbien.
Die meisten Asylbewerber kommen aus dem Kosovo, Syrien und Serbien.(Foto: picture alliance / dpa)

Bereits fast 52.000 Anträge: Asylbewerberzahlen verdoppeln sich

Mit Zunahme der weltweiten Krisenherde steigt auch die Zahl der Flüchtlinge. In Deutschland gehen monatlich Zehntausende Anträge auf Asyl ein - die Zahlen sind doppelt so hoch wie noch 2014. Die Bundesregierung fühlt sich im EU-Vergleich benachteiligt.

In den ersten beiden Monaten dieses Jahres haben in Deutschland doppelt so viele Menschen Asyl beantragt wie vor einem Jahr. Beim Bundesamt für Migration seien im Januar und Februar 51.938 Anträge eingegangen, teilte das Bundesinnenministerium mit. Das sei ein Anstieg um 99,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Kosovo, Syrien und Serbien.

Entschieden wurde in diesen Monaten über rund 35.400 Anträge. In rund 40 Prozent der Fälle wurde der Flüchtlingsstatus zuerkannt. Darunter wurden 456 Personen oder 1,3 Prozent als Asylberechtigte nach dem Grundgesetz anerkannt. Allein im Februar gab es demnach 26.083 Asylanträge. Das seien knapp 15.000 oder 132,5 Prozent mehr gewesen als im Februar 2014. Drastisch gestiegen ist vor allem die Zahl der Anträge aus dem Kosovo und aus dem Bürgerkriegsland Syrien.

Im Januar und Februar 2014 hatten 1001 Personen aus dem Kosovo Asyl beantragt. Nun waren es 11.383 Menschen. Von Syrern gab es 10.175 Anträge nach 3673 im selben Vorjahreszeitraum. In Brüssel beraten die Innenminister der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) über die Flüchtlingspolitik. Deutschland gehört zu den Ländern, das am meisten Flüchtlinge aus Nicht-EU-Staaten aufnimmt, und fordert eine bessere Teilung der Lasten innerhalb der EU.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen