Mutiertes Vogelgrippe-VirusChina meldet erstes H10N8-Opfer

Das Vogelgrippe-Virus erweist sich weiter als äußerst gefährlich. Das Virus verändert sich ständig und schafft immer wieder den Sprung auf den Menschen. Die bislang nur bei Vögeln nachgewiesene Variante H10N8 kostet nun wohl eine Frau das Leben.
Erstmals hat China einen Todesfall gemeldet, der auf das bislang nur unter Vögeln bekannte Virus H10N8 zurückgeführt wird. Eine 73-jährige Frau starb schon am 6. Dezember in einem Hospital in Nanchang, der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Jiangxi, wie die Gesundheitsbehörden nun mitteilten. Die Frau sei sechs Tage vorher mit einer schweren Lungenentzündung eingeliefert worden, habe auch einen Herzinfarkt erlitten und sei am Ende an Atemwegsversagen gestorben.
Die Frau hatte nach diesen Angaben einen Markt mit lebendem Geflügel besucht. Unter Verwandten, die Kontakt zu ihr gehabt hätten, gebe es aber keine ähnlichen Symptome. "Wir sollten es vorerst als isolierten Fall betrachten", teilte das Gesundheitsamt der Provinz mit. "Es gibt ein geringes Risiko, dass das Virus Menschen infizieren und übertragen werden kann."
Seit der ersten Entdeckung des letzten neuen Vogelgrippevirus H7N9 bei Menschen im März sind 142 Infektionen in China berichtet worden. 45 Fälle verliefen tödlich. Im Oktober berichtete die Weltgesundheitsorganisation, dass "keine anhaltende Übertragung von Mensch zu Mensch" durch das H7N9-Virus festgestellt worden sei. Bis November waren bei der WHO rund 140 H7N9-Fälle vor allem in China registriert, mehr als 40 Menschen starben an der Infektion.
Auch zuletzt verbreitete sich H7N9 weiter. In der südchinesischen Provinz ist der dritte Ansteckungsfall in nur vier Tagen bekanntgeworden. Ein 62-Jähriger liege in einem kritischen Zustand in einem Hospital in der Stadt Yangjiang, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.