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"Leinen los" für die "Norwegian Breakaway" : Das größte deutsche Kreuzfahrtschiff

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"Ein Schiff wird kommen,
und meinen Traum erfüllen ... (Foto: REUTERS)

"Ein Schiff wird kommen, und meinen Traum erfüllen ...

"Ein Schiff wird kommen, und meinen Traum erfüllen ...

... und meine Sehnsucht stillen, die Sehnsucht mancher Nacht."

Ein Schiff?

Wohl eher eine schwimmende Kleinstadt.

Das bislang größte in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff hat am Morgen des 14. März 2013 erstmals das offene Meer erreicht.

Die "Norwegian Breakaway" ist ein Gigant. Das Kreuzfahrtschiff bietet Platz für knapp 4000 Passagiere, ist 324 Meter lang, 40 Meter breit und 63 Meter hoch.

Der offizielle Heimathafen ist New York. Dort wird es am 8. Mai 2013 von dem Tanzensemble "The Rockettes" getauft.

Doch zunächst müssen solche Riesenschiffe aus der niedersächsischen Meyer Werft zunächst über die Ems ins Meer. In Papenburg heißt es "Leinen los". Die Werft liegt 40 Kilometer tief im Binnenland.

Damit solche Passagen möglich sind, müssen Wind und Wetter mitspielen.

Die Flut muss hoch genug sein. Dann wird das Sperrwerk bei Gandersum kurz vor Emden geschlossen - der Fluss hat damit den richtigen Wasserstand für die Überführung.

An die Überführung schließen sich Testfahrten auf der Nordsee an.

So faszinierend die Kreuzfahrtschiffe der Meyer Werft auch sein mögen, Umweltschützern waren sie seit Anfang an ein Dorn im Auge.

Das Aufstauen der Ems sorgt für viele ökologische Probleme - von der Störung dort brütender Vögel über die Versalzung der angrenzenden Wiesen bis zu Sauerstoffproblemen für Fische, wenn die Schiffe im Sommerhalbjahr ausgeliefert werden.

Ein ständiges Ärgernis sei aber auch das Ausbaggern des Flusses, für das Millionenbeträge aufgewandt werden, bemängelt die Bürgerinitiative "Rettet die Ems".

Der Konflikt zwischen den Arbeitsplätzen auf der Werft und dem Umweltschutz bestimmt seit Jahren die Region.

Es gibt aber auch Menschen, die auf der Werft arbeiten, die auf Seiten der Umweltschützer sind.

Letzte Innenausbauten müssen bis zur Übergabe im April noch gemacht werden.

Die Crew kommt nach und nach an Bord, ebenso das Inventar - von Tassen und Tellern bis zur Bettwäsche.

Die Bermudas, Florida, die Karibik - die "Breakaway" verspricht Glamour und exotische Urlaubsorte vor allem für US-Amerikaner.

Technische Beschränkungen beim Bau von Schiffen gibt es eigentlich nicht.

Die Größe wird eher bestimmt von pragmatischen Fragen, etwa der Finanzierung, der Versicherung, der Auslastung oder - bei Kreuzfahrtschiffen - der Evakuierung.

Auch wenn das Schiff ein Riese ist, das größte Kreuzfahrtschiff der Welt ist die "Breakaway" nicht.

Auf Platz Nummer eins einer Rangliste liegen die in Finnland gebauten Schwesterschiffe "Oasis of the Seas" und "Allure of the Seas", die mehr als 5000 Passagieren Raum bieten.

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