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Dammbruch über der LippeDortmund-Ems-Kanal leckt

11.10.2005, 20:20 Uhr

Aus einem Leck im Dortmund-Ems-Kanal bei Olfen (Kreis Coesfeld) sind erhebliche Wassermassen ausgetreten.

Aus einem Leck im Dortmund-Ems-Kanal bei Olfen (Kreis Coesfeld) sind erhebliche Wassermassen ausgetreten. Nach Schätzungen seien es etwa 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser, berichtete die Polizei in Coesfeld. Die Schifffahrt wurde unterbrochen. Der etwa 40 Meter lange Riss entstand vermutlich durch Bauarbeiten an der Überführung des Kanals über den Fluss Lippe. "Es gibt keine besondere Gefährdung, da sind vornehmlich Äcker und Wiesen", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Der Kanal bleibe mehrere Tage gesperrt. An dem Einsatz waren 187 Polizeibeamte beteiligt.

Um den Wasserabfluss zu stoppen, wurden Sperrtore des Kanals bei Datteln und in der Nähe von Lüdinghausen geschlossen. Aus dem dazwischen liegenden acht Kilometer langen Abschnitt lief das Wasser durch das Leck in die Lippe ab. Aus einer weiteren Stelle wurde kontrolliert Wasser abgelassen. Am Abend war der Kanalabschnitt leer gelaufen.

Günter Nogatz, der Leiter des Wasser- und Schifffahrtamts Rheine, berichtete, an der Unglücksstelle werde derzeit eine neue Kanal-Überführung gebaut. Ein bei den Bauarbeiten eingesetzter Kran drohte umzukippen. "Nachdem das Kanalbett leer gelaufen war, stand der Kran jedoch wieder sicher", berichtete die Polizei in Coesfeld. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Der Dortmund-Ems-Kanal wird seit Jahren ausgebaut. Dabei wird die Wasserstraße bei laufendem Betrieb verbreitert und ausgebaggert. Im vergangenen Jahr waren dort über 17.000 Schiffe mit einer Ladung von etwa 14 Millionen Tonnen unterwegs.