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Polizei findet "menschliche Überreste": Ehemaliger Cop vermutlich tot

Seit mehreren Tagen wird in den USA nach dem Ex-Polizisten Dorner gefahndet, der mehrere Menschen umgebracht haben soll. Nun ist die Jagd offenbar vorbei: In dem abgebrannten Versteck des Gesuchten findet die Polizei menschliche Überreste. Jetzt wird geklärt, ob es sich um die Leiche Dorners handelt.

Es wird wohl noch Tage dauern, bis eindeutig geklärt ist, ob Christopher Dorner in der Hütte ums Leben kam.
Es wird wohl noch Tage dauern, bis eindeutig geklärt ist, ob Christopher Dorner in der Hütte ums Leben kam.(Foto: dapd)

Die Polizei von Los Angeles hat in einer abgebrannten Berghütte unweit der US-Metropole menschliche Überreste gefunden. Die Ermittler wollten die verkohlten Reste nun gerichtsmedizinisch untersuchen lassen, teilte die Polizei im Bezirk San Bernardino mit. Erst dann könne geklärt werden, ob es sich um die Leiche des wegen mehrerer Morde gesuchten Ex-Polizisten Christopher Dorner handelt.

Bereits in der Nacht hatten mehrere US-Medien übereinstimmend berichtet, die Leiche des mutmaßlichen mehrfachen Mörders sei in einer abgebrannten Berghütte gefunden worden, in der sich der 33-Jährige nach tagelanger Flucht verschanzt hatte.

Unklar ist auch die Ursache des Feuers in der Hütte.
Unklar ist auch die Ursache des Feuers in der Hütte.(Foto: REUTERS)

Die Fluchthütte von Dorner befand sich in der Nähe des Skiortes Big Bear, etwa zwei Autostunden von Los Angeles entfernt. Nachdem er sich dort verbarrikadiert hatte, lieferte er sich einen Schusswechsel mit Polizisten, bei dem ein Polizist getötet und ein weiterer schwer verletzt wurde. Später brach dann - aus zunächst ungeklärter Ursache - der Brand aus.

Einsatzteams der Polizei stürmten die Hütte. CNN zeigte Bilder von dichtem Rauch über dem brennenden Gebäude. Experten hielten es für unwahrscheinlich, dass jemand in der Hütte das Feuer überlebt haben könnte. Nach einem Bericht der "Los Angeles Times" könnte es Stunden oder Tage dauern, bis eine Leiche eindeutig identifiziert ist.

Viertes Todesopfer

Die einwöchige Fahndung nach dem flüchtigen Mann hatte am Dienstag eine dramatische Wende genommen. Nach dem Diebstahl eines Fahrzeugs in der Ortschaft Big Bear hatten sich Dutzende Beamte in der ländlichen Bergregion an die Fersen des Flüchtigen geheftet. An einer Straßensperre kam es zu einem Schusswechsel. Dorner soll dann in einer leerstehenden Hütte Schutz gesucht und von dort aus weitere Schüsse abgegeben haben, teilte die Polizei mit. Einer der verletzten Beamten wurde später in einem Krankenhaus für tot erklärt.

Am Montag hatte die Justiz Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes gegen den Flüchtigen erhoben. Er soll vorige Woche drei Menschen, darunter einen Polizisten, umgebracht haben. Die Behörden setzten ein Millionen-Kopfgeld aus.

Der ehemalige Polizist war 2009 nach einem Disziplinarverfahren vom Polizeidienst ausgeschlossen worden. In einer Mitteilung auf seiner Facebook-Seite stellte er sich unter anderem als Opfer von Rassismus dar. In dem Schreiben drohte er mehr als zwei Dutzend Menschen, darunter früheren Kollegen, mit Gewalt.

Quelle: n-tv.de

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