Es wird stürmisch"Emma" zieht auf
Deutschland steht vor einem stürmischen Wochenende. Orkantief "Emma" wird für Sturm und teilweise kräftige Schauer sorgen.
Deutschland steht vor einem stürmischen Wochenende. Orkantief "Emma" wird für Sturm und teilweise kräftige Schauer sorgen. "Das Hauptsturmfeld wird uns im Laufe der Nacht von Westen her erreichen", sagt n-tv Meteorologe Björn Alexander. "Besonders gefährlich werden die Windböen sein, wenn der Wind auf nordwestliche Richtungen dreht und die kalte Schauerluft herankommt."
Auf den Bergen sind Orkanböen bis Tempo 160 möglich. An den Küsten können die stärksten Böen bis zu 140 Kilometer pro Stunde erreichen. An der nordfriesischen Küste und der Elbe könnte das Hochwasser rund 2,50 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen. "Im Flach- und Binnenland ist die Gefahr von Orkanböen generell im Norden und Osten am größten. Aber auch über der Mitte können einzelne Orkanböen im Flachland dabei sein", warnt Alexander. "Von nächtlichen Spaziergängen ist dringend abzuraten."
Selbst Tornados sind in der Nacht zu Samstag zu erwarten. Dennoch dürfte "Emma" insgesamt nicht so gefährlich werden wie der Orkan "Kyrill", der im Januar 2007 durch Deutschland zog. "Regional kann es auch durch 'Emma' zu massiven Schäden kommen. In der Fläche wird 'Emma' wohl nicht an 'Kyrill' herankommen."
Nach dem Sturm wird's kalt
Die Temperaturen liegen am Samstag zwischen vier und elf Grad im Norden und der Mitte und bis zu 14 Grad im Breisgau. Der Sonntag wird bei weitgehend unveränderten Temperaturen wechselhaft. Der Wind weht weiterhin kräftig bis stürmisch, ist insgesamt aber schwächer als am Vortag.
Am Montag kühlt es merklich ab. Die kalte Polarluft bringt Schnee im Bergland und auch sonst sind nur noch Werte zwischen 3 und 8 Grad möglich.
Kein Fußball in Cottbus
Die Partie der Fußball-Bundesliga zwischen Energie Cottbus und dem deutschen Meister VfB Stuttgart am Samstag wird wegen der Orkanwarnung nicht stattfinden. Die Stadt Cottbus als Eigentümerin des Stadions untersagte aus Sicherheitsgründen den Spielbetrieb.
Bahn bereitet sich vor
Die Deutsche Bahn trifft bereits Vorkehrungen für mögliche Sturmschäden an diesem Wochenende. Mehrere hundert Beschäftigte seien bundesweit in erhöhter Alarmbereitschaft, teilte der Konzern mit. Sie sollen sich bei Bedarf "in kürzester Zeit" um Reisende kümmern oder Sturmschäden etwa durch umgestürzte Bäume beseitigen.
Für Fahrgäste wurde die kostenlose Service- Telefonnummer 08000 99 66 33 geschaltet. Dort seien Informationen über eventuelle Störungen zu erhalten, ebenso im Internet unter der Adresse bahn.de.