Panorama
Das Atomkraftwerk Indian Point steht etwa 50 Kilometer nördlich von New York City.
Das Atomkraftwerk Indian Point steht etwa 50 Kilometer nördlich von New York City.(Foto: picture alliance / dpa)

Störfall im Atomkraftwerk: Erhöhte Radioaktivität ängstigt New York

Das Atomkraftwerk Indian Point nördlich von New York ist berühmt berüchtigt. Nach einem neuen Zwischenfall messen die Behörden eine erhöhte Radioaktivität im Grundwasser. Der New Yorker Gouverneur schlägt Alarm.

In der Nähe eines Atomkraftwerks im US-Bundesstaat New York ist eine deutlich erhöhte Konzentration von radioaktiven Stoffen im Grundwasser gemessen worden. Die Werte an den Reaktoren in Indian Point lägen um das 650-fache über dem Normalwert, erklärte Gouverneur Andrew Cuomo.

Das AKW steht rund 50 Kilometer nördlich von New York in der Stadt Buchanan und kann etwa ein Viertel des Energiebedarfs der Millionenmetropole decken. Vermutlich sei nur das Grundwasser direkt unter dem Kraftwerk vom Austreten des radioaktiven Stoffes Tritium betroffen, hieß es. Nun werde untersucht, ob das Leck eine Bedrohung für die Gesundheit der Anwohner darstelle.

"Das ist nicht das erste Austreten radioaktiven Wassers dieser Art", ergänzte Cuomo. "Dieser Störfall zeigt erneut, dass Indian Point nicht auf eine Art betrieben werden kann, die die öffentliche Gesundheit schützt."

Die beiden noch genutzten Blöcke von Indian Point wurden bereits 1974 und 1976 in Betrieb genommen. Erst im vergangenen Mai hatte es im nicht-nuklearen Berich des Geländes in einer Transformatoranlage gebrannt. 2009 wurde bekannt, dass Teile des Ausflusses im Notkühlsystem durchgerostet waren.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen