Panorama

Air-France-Absturz 2009Experten finden Black Boxes

06.05.2010, 09:00 Uhr

In einem letzten kostspieligen Akt sollte nach dem verschollenen Wrack der Unglücksmaschine gesucht werden, die im Juni 2009 vor Brasilien in den Atlantik stürzte. Am Ende wurden die Experten tatsächlich fündig.

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Nur einige Wrackteile waren bislang geborgen worden. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Bei der Suche nach den Flugschreibern der Air-France-Passagiermaschine, die im Juni vergangenen Jahres auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich ins Meer gestürzt war, sind die Ermittler offenbar fündig geworden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Paris, wurden die Black Boxes des verunglückten Airbus von Marineexperten geortet. Die Information müsse aber noch "überprüft und bestätigt" werden, hieß es.

Bei dem Flugzeugabsturz am 1. Juni 2009 waren alle 228 Insassen, unter ihnen 28 Deutsche, ums Leben gekommen. Die Unglücksursache war wegen der bislang fehlenden Flugschreiber nicht genau geklärt. Laut BEA trugen defekte Geschwindigkeitsmesser zu dem Absturz über dem Atlantik bei, dies konnte nach Einschätzung der Behörde aber nicht die einzige Ursache sein.

Airbus und Air France hatten jeweils 1,5 Millionen Euro bereitgestellt, um die Suche bis etwa zum 25. Mai zu ermöglichen. Das norwegische Schiff "Seabed Worker" war dabei mit zwei unbemannten U-Booten und einem Tauchroboter im Suchgebiet aktiv. Zudem war ein besonders zerklüftetes Gebiet in der Region erneut erkundet worden.

Quelle: AFP