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(Foto: dpa)

Trotz fast 500 Todesfällen: Fliegen ist sicher wie nie

Im vergangenen Jahr sind 44 Flugzeuge abgestürzt, eines weniger als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Todesopfer sinkt leicht. Damit ist Fliegen noch einmal ungefährlicher geworden. Die Statistik einer deutschen Fluggesellschaft hat 2012 jedoch gelitten.

Reisen mit dem Flugzeug sind im Jahr 2012 nach Expertenberechnungen sicherer geworden. Das geht aus der Sicherheitsbilanz des deutschen Unfalluntersuchungsbüros JACDEC hervor, die das Magazin "Aero International" veröffentlicht. Die Zahl der Toten im weltweiten Zivilluftverkehr lag demnach mit 496 Menschen knapp unter der des Vorjahres 2011 (498 Tote). "Nie, das kann man ziemlich sicher sagen, gab es ein geringeres Risiko, in einen Flugunfall verwickelt zu sein", schreibt das Magazin.

Die Einschätzung deckt sich in ihrer Aussage mit zum Teil noch vorläufigen Zahlen der Unfallforscher des Aviation Safety Networks sowie der Zivilluftfahrt-Organisation International Air Transport Association (IATA). In der JACDEC-Liste der 60 sichersten Airlines hat die Finnair den Spitzenreiter des Vorjahres, die japanische All Nippon Airways (ANA), verdrängt.

Air Berlin rutscht ab

Finnair liegt damit vor Air New Zealand und der Cathay Pacific aus Hongkong. Alle drei hatten seit 30 Jahren weder Flugzeugverluste noch Unfalltote. Die deutsche Lufthansa, Air Berlin und die erstmals berücksichtigte Condor folgen auf den Plätzen elf, 23 und 34. Air Berlin rutschte nach den Angaben ebenso wie die ANA (Platz 12) wegen mehrerer Zwischenfälle ab.

Weltweit sank die Zahl der Totalverluste von Flugzeugen: Sie fiel von 45 auf 44 Flugzeuge. Auch der Anteil namhafter Airlines an den Unfällen schrumpfte – riskant bleiben vor allem Regionalgesellschaften in Konfliktländern.

Das JACDEC (Jet Airliner Crash Data Evaluation Center) in Hamburg ist eine weltweit angesehene Institution mit globaler Datenbank. Das Büro arbeitet mit den führenden Luftfahrtbehörden der Welt zusammen.

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Quelle: n-tv.de

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