Panorama

Kampfmittelräumdienst im EinsatzFliegerbomben in Hamburg entschärft

20.01.2017, 15:53 Uhr
46ca87c84b1c62d9dd04517031c7db4f
Die 1000-Kilo schwere Bombe hatten Taucher im Hafenbecken gefunden. (Foto: dpa)

Binnen weniger Stunden entschärfen Experten in Hamburg zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Blindgänger erweist sich als ungewöhnlich schwer.

Aufatmen am Hamburger Hafen: Experten des Kampfmittelräumdienstes haben in Hamburg-Harburg eine große Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die von Tauchern in einem sieben Meter tiefen Hafenbecken entdeckte 1000-Kilo-Bombe war zuvor mit einem Kran auf den Kai gehievt worden. Ein Blindgänger in dieser Größenordnung sei in Hamburg eher selten, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es gebe aber auch schon mal 2000-Kilo-Bomben.

Bei den Arbeiten wurde auch ein Hochdruckwasserschneidgerät eingesetzt. Damit wurde nach Angaben des Leiters des Kampfmittelräumdienstes, Peter Bodes, der Kopfzünder herausgeschnitten. Der Heckzünder sei manuell unschädlich gemacht worden.

Die ganze Aktion dauerte knapp zwei Stunden, danach konnte auch der Verkehr wieder freigegeben werden. Für Auto- und Bahnfahrer hatte es rund um den Fundort erhebliche Verkehrsbehinderungen gegeben. Für die Entschärfung mussten Anwohner im Umkreis von 300 Metern ihre Wohnungen verlassen. Dazu gehörten nach Angaben der Wasserschutzpolizei auch etwa 80 Flüchtlinge, die auf dem Wohnschiff "Transit" untergebracht sind.

Bereits am Vorabend war in Hamburg-Wilhelmsburg in der Nähe des S-Bahnhofs eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden.

Quelle: ntv.de, agö/dpa

HamburgBombenfundeZweiter Weltkrieg