Panorama

Tunnel soll die Bahn beschleunigenGrube schlägt Loch in Eierberge

29.08.2011, 19:53 Uhr
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Der Durchbruch in der südlichen Öffnung des Bahntunnels Eierberge. (Foto: dapd)

Für Bahn-Chef Grube gehört er zum größten Schieneninfrastrukturprojekt Deutschlands: der Tunnel Eierberge in Oberfranken. Nun erfolgt der Durchbruch. Ab 2017 sollen ihn Züge mit bis zu 300 Kilometern in der Stunde passieren. Die Fahrtzeit Berlin-München soll auf vier Stunden schrumpfen.

Bahnchef Rüdiger Grube hat den südlichsten Tunnel auf der künftigen ICE-Strecke Ebensfeld-Erfurt symbolisch durchschlagen. Der Tunnel Eierberge mit seinen 3756 Metern Länge gehöre zum größten Schieneninfrastrukturprojekt Deutschlands, sagte Grube bei Bad Staffelstein. Verkehrsminister Peter Ramsauer hatte seine Teilnahme an dem Festakt kurzfristig abgesagt, doch seine Frau Susanne Ramsauer war als Tunnelpatin dabei.

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Bahn-Chef Grube war nach Feiern zumute. Die Frau des Verkehrsministers ist die Tunnelpatin. (Foto: dapd)

Die Neubauabschnitte Ebensfeld-Erfurt und Erfurt-Halle/Leipzig im Zuge des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 8 sollen im Jahr 2017 fertig werden. "Dann rauschen die ICE-Züge mit bis zu 300 Kilometern in der Stunde durch diesen Tunnel und verbinden München und Berlin in weniger als vier Stunden", sagte der Bahnchef. Derzeit brauchen die Züge noch rund sechs Stunden. Im Wettbewerb der Bahn mit dem Auto und dem Flugzeug sei die Reisezeit ein wichtiger Faktor. Schon heute transportiere die Bahn pro Tag mehr Menschen als die Lufthansa in einem ganzen Jahr, betonte Grube.

Er erinnerte daran, dass knapp 90 Prozent des deutschen Schienennetzes von insgesamt 34.000 Kilometern noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Seit dem Zweiten Weltkrieg seien nur rund 1000 Kilometer Schiene neu gebaut worden. Um das prognostizierte Wachstums von 40 Prozent im Güterverkehr und 15 Prozent im Personenverkehr binnen zehn Jahren bewältigen zu können, habe die Bahn das größte Investitionsprogramm ihrer Geschichte aufgelegt. Der Tunnel Eierberge in Oberfranken kostet rund 140 Millionen Euro.

Quelle: dpa