Panorama

Ermittler sind ratlosHäftling flieht filmreif aus JVA Gelsenkirchen

09.07.2014, 18:47 Uhr

Eine erstaunliche Flucht gelingt einem Häftling aus der Justizvollzugsanstalt in Gelsenkirchen: Zuerst biegt er sich die Gitterstäbe zurecht, dann flieht er über einen meterhohen Zaun und eine noch höhere Mauer. Sein Zellengenosse hatte weniger Glück.

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Die Polizei fahndet nach diesem Mann. (Foto: Polizei)

Auf spektakuläre Art ist ein Häftling aus der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen ausgebrochen. Der 31-jährige, schmächtige Mann habe in seiner Erdgeschosszelle am Mittwochmorgen einen Gitterstab zur Seite gebogen und sich durch den Spalt gezwängt, sagte ein Sprecher des NRW-Justizministeriums.

Dann überwand er einen 4,50 Meter hohen Zaun und türmte über eine etwa 5,50 Meter hohe Mauer. Als der Mann am Zaun war, wurden Bewegungsmelder und Kameras ausgelöst. Dennoch gelang der Coup: Fluchthelfer hatten eine Kletterhilfe über die Außenmauer geworfen. Dahinter warteten nach Angaben des Sprechers mehrere Männer in einem Auto. Mit ihnen verschwand der 31-Jährige.

Der Sprecher bezeichnete den Geflohenen als "nicht ungefährlich". Er verbüßt eine mehrjährige Haftstrafe wegen Raubes, Drogen- und Betrugsdelikten sowie wegen Tankstellenüberfällen.

Die Haftanstalt in Gelsenkirchen wurde 1998 fertiggestellt und gilt als sicherheitstechnisch auf gutem Stand. Ein Rätsel war den Ermittlern, wie der Mann es geschafft hatte, einen mittleren Stab des Gitters aus gehärtetem Stahl zu biegen.

Weniger Glück bei der Flucht hatte der Zellengenosse des Geflohenen. Auch er hatte türmen wollen, allerdings vergeblich: Er passte nicht durch den Spalt.

Quelle: ntv.de, fma/dpa