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Entlassungsantrag stattgegeben: Hoeneß' Hafttage sind gezählt

Schon als Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, war klar, dass er sich um eine Verringerung der Strafe bemühen würde. Nach der Hälfte der Zeit ist es nun überstanden.

Der ehemalige Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, wird schon Ende Februar ein freier Mann sein. Die restliche Strafe werde zum 29. Februar 2016 ausgesetzt, teilte das Landgericht Augsburg mit. Damit kann Hoeneß an diesem Tag die Justizvollzuganstalt Landsberg verlassen. Zuvor hatte die Sport Bild berichtet, die zuständige Richterin, Simone Zwiener, habe Hoeneß' Antrag auf vorzeitige Haftentlassung stattgegeben.

Hoeneß im Oktober 2015.
Hoeneß im Oktober 2015.(Foto: dpa)

Hoeneß hatte beantragt, dass ihm die sogenannte Halbstrafe gewährt wird. Am 2. März hat er die Hälfte seiner dreieinhalbjährigen Haftstrafe verbüßt und könnte damit auf Bewährung freikommen. Bereits seit längerem genießt Hoeneß Hafterleichterungen und kann das Gefängnis als Freigänger verlassen. Dazu wurde er in das Freigängerhaus nach Rothenfeld in Andechs verlegt. Tagsüber arbeitet Hoeneß als Jugendkoordinator für den Rekordmeister. Abends muss er sich jedoch an mindestens fünf Wochentagen wieder im Gefängnis einfinden.

Für den positiven Bescheid habe sich offenbar auch die Leiterin der JVA Landsberg, Monika Groß, eingesetzt. Sie habe den Strafgefangenen Hoeneß unter anderem in seinem Verhalten gegenüber dem Justizpersonal und den Mitgefangenen einschätzen müssen. Negatives sei da wohl nicht vorgefallen.

Außerdem wird berücksichtigt, dass Hoeneß schon vor seinem ersten Freigang seine Steuerschulden von etwa 50 Millionen Euro inklusive Zinsen bezahlt hat. Eine mögliche Rückfallgefahr wird offenbar nicht vermutet. Auch die zuständige Staatsanwaltschaft hatte eine Einschätzung beigesteuert.

Unklar ist noch, ob Hoeneß nach seiner Haftentlassung erneut die Führung des FC Bayern München anstrebt. Von 2009 bis 2014 war er der Präsident des Vereins.

Quelle: n-tv.de

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