Panorama
Auch Oscarpreisträger Paolo Sorrentino unterzeichnete einen offenen Brief der italienischen Filmbranche. Darin wird das Verbot als Einschränkung der Meinungsfreiheit gewertet.
Auch Oscarpreisträger Paolo Sorrentino unterzeichnete einen offenen Brief der italienischen Filmbranche. Darin wird das Verbot als Einschränkung der Meinungsfreiheit gewertet.

Filmemacher sind empört: Italien will Rauchverbot auch im TV

Eine Mitteilung des italienischen Gesundheitsministeriums überrascht die Filmwelt des Landes. Das Rauchverbot soll ausgeweitet werden - eben auch auf Filme und TV-Serien. Die Filmbranche protestiert mit einem offenen Brief.

Ein geplantes Rauchverbot in Filmen empört italienische Filmemacher. Die Regisseure, Drehbuchautoren und Produzenten befürchten eine Einschränkung der Meinungsfreiheit. "Wir müssen unser Erstaunen und unsere Sorge ausdrücken", hieß es in einem Appell in der Zeitung "La Repubblica", den auch Oscarpreisträger und Regisseur Paolo Sorrentino unterzeichnete.

Es sei "lächerlich", wenn man das Leben der Menschen in einem Film nicht mehr darstellen könnte. Das sei eine Beschränkung der künstlerischen Freiheit, die man aus religiösen Staaten kenne. Das Gesundheitsministerium hatte vergangene Woche mitgeteilt, das Rauchverbot in Italien möglicherweise auf Filme und TV-Serien auszuweiten. Auch soll Rauchen im Auto, wenn Kinder an Bord sind, verboten werden. "Die künstlerische Freiheit hat nicht die Aufgabe, zu erziehen", hieß es in dem Brief der Filmemacher weiter.

Quelle: n-tv.de

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