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Der Verdächtige wurde verhaftet.
Der Verdächtige wurde verhaftet.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 17. Juli 2017

Tat beinahe nicht entdeckt: Klempner gesteht Sexualmord

Eine 25-Jährige ertrinkt in der Badewanne. Für die Rechtsmediziner in Düsseldorf sieht es zuerst nach einem Unfall aus. Doch offenbar war es Mord. Ein Klempner legt jetzt ein Geständnis ab.

Ein Klempner ist in Düsseldorf als geständiger Sexualmörder verhaftet worden. Um ein Haar wäre der Tod seines Opfers, einer 25-jährigen Frau, aber nicht als Verbrechen erkannt worden, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Der 35-jährige Familienvater habe die Frau vergewaltigt und mit einem Kabel gedrosselt, bis sie bewusstlos wurde. Dann habe er sie nackt in eine Badewanne gelegt und Wasser eingelassen.

Nach der Entdeckung der Leiche waren Rechtsmediziner hinzugezogen worden. Sie hatten bei der Obduktion aber weder Spuren der Vergewaltigung noch des Drosselns entdeckt. Als Todesursache der Frau war Ertrinken festgestellt worden. "Wir sind sehr geschockt", bekannte Mordkommissions-Leiter Ralf Busch.

Erst deutlich später hatte das Landeskriminalamt einen Treffer in der DNA-Datenbank gemeldet: Eine an der Leiche gesicherte Gen-Spur gehörte einem Klempner, gegen den bereits zwei Mal wegen Sexualdelikten ermittelt worden war. Der Verdächtige legte dann ein umfassendes Geständnis ab.

Die Düsseldorfer Polizei war vor wenigen Wochen in die Kritik geraten, weil sie einen derzeit vor Gericht verhandelten Doppelmord als erweiterten Suizid eingestuft hatte. Nach dieser Erfahrung sei man besonders sensibilisiert gewesen und habe den Fall nicht schnell als Unfall eingestuft, betonten die Ermittler.

Quelle: n-tv.de

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