Panorama
Donnerstag, 26. Oktober 2017

Durchsuchungen in drei Ländern: LKA nimmt mutmaßliche Mafia-Täter fest

Mitte Oktober überfallen mehrere Männer in Erfurt ein Restaurant, bedrohen den Inhaber mit einer Elektroschockpistole. Nach zweiwöchigen Ermittlungen durchsuchen LKA und Polizei mehrere Gebäude und nehmen sechs Tatverdächtige fest.

(Foto: picture alliance / Friso Gentsch)

Das Landeskriminalamt und Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei haben am frühen Morgen ein Gewerbeobjekt und mehrere Wohnungen in Erfurt, Berlin und Sachsen durchsucht. Dabei wurden sechs Männer im Alter zwischen 29 und 39 Jahren festgenommen, wie das LKA in Thüringen mitteilte. Die Männer seien zuvor mit Haftbefehlen gesucht worden.

Hintergrund der Durchsuchungen sind nach Angaben des LKA Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs im besonders schweren Fall und gefährlicher Körperverletzung. Thüringens Innenminister Georg Maier von der SPD hatte nach der Tat von Organisierter Kriminalität gesprochen, die dahinter stecke. Nach MDR-Informationen handelte es sich um einen mutmaßlichen Mafiaüberfall.

Etwa 25 Männer hatten vor rund zwei Wochen vor einem Restaurant in der Erfurter Innenstadt den 42-jährigen Restaurantinhaber, seine beiden Söhne und Angestellte auf der Straße angegriffen. Sie sollen dabei auch Pfefferspray und eine Elektroschockpistole eingesetzt haben. Zuvor hatten die Männer den Inhaber unter einem Vorwand vor sein Restaurant auf die Straße gelockt. Nach dem Angriff flohen sie.

Insgesamt durchsuchten die Ermittler ein Gewerbeobjekt und zehn Wohnungen in Erfurt und Umgebung sowie eine Wohnung in Berlin und in Sachsen. Im Fokus standen elf Tatverdächtige. Darunter sollen sich auch der 34 Jahre alte Anführer und ein 29-jähriger Organisator der Gruppe befinden.

Quelle: n-tv.de

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