Panorama
Für wenige Augenblicke war diese Installation an der US-Botschaft in Berlin zu sehen.
Für wenige Augenblicke war diese Installation an der US-Botschaft in Berlin zu sehen.

"United Stasi of America": "Lichtanschlag" auf US-Botschaft in Berlin

In der Nacht zu Montag projiziert ein Lichtkünstler das Gesicht von Kim Dotcom und einen Slogan an die Außenmauern der US-Botschaft in Berlin. Der Spuk dauert nur wenige Sekunden, findet aber Tausende Fans im Internet. Schnell macht der Begriff vom "Lichtanschlag" die Runde.

Lichtkünstler Oliver Bienkowski hat wieder zugeschlagen. In der Nacht zum Montag projizierte er ein Lichtbild auf die Rückseite der US-Botschaft in Berlin. Als der Nachthimmel aufblitzte, erschien der Slogan "United Stasi of America" überdimensional auf der Fassade des Gebäudes. Darunter ein Bild von Internet-Hacker Kim Dotcom, alias Kim Schmitz. Seine Aktion sollte ein Protest gegen die Geheimdiensttätigkeiten der USA gegen Deutschland und andere Staaten sein.

Lange konnte der Düsseldorfer Bienkowski seinen Beamer nicht anlassen. Eine Polizistin forderte ihn auf, den Projektor auszuschalten und seinen angemieteten Kleinbus aus dem Halteverbot zu fahren. Mit einer Anzeige muss er wohl nicht rechnen. Im Internet findet die Aktion inzwischen viele Anhänger, das Video dazu ist auf Youtube veröffentlicht. Auch der Begriff "Lichtanschlag" macht die Runde. "Sehr lustig", sagte ein Botschaftssprecher der "Bild"-Zeitung. Offenbar wisse der Autor weder über die Stasi noch über die USA Bescheid.  

Für seine Aktion hatte der 39-Jährige direkt mit Schmitz zusammengearbeitet, der sein Einverständnis für die Verwendung seines Konterfeis als auch den Slogan selbst beisteuerte. Der deutsche Unternehmer und Gründer der inzwischen geschlossenen Datentauschplattform Megaupload lebt in Neuseeland und ist in den USA wegen massiver Urheberrechtsverletzungen angeklagt.

Bienkowski nennt sich selbst Lichtmaler und ist Geschäftsführer einer Marketingagentur. Für die Grünen hatte er bereits das Kanzleramt angestrahlt und beim "Festival of Lights" einen Regenbogen auf das Brandenburger Tor projiziert.

Quelle: n-tv.de

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