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Ein Mann verhindert in Dubai die Rettung seiner eigenen Tochter - er hat Angst um ihre Ehre, sollte ein fremder Mann sie berühren.
Ein Mann verhindert in Dubai die Rettung seiner eigenen Tochter - er hat Angst um ihre Ehre, sollte ein fremder Mann sie berühren.(Foto: picture alliance / dpa)

"Lieber tot als beschmutzt": Mann lässt eigene Tochter ertrinken

In Dubai kommt es zu einem tragischen Badeunfall - der hätte verhindert werden können. Rettungsschwimmer eilen einer jungen Frau zu Hilfe, doch der Vater hält sie zurück. Er fürchtet um die Ehre seiner Tochter - und lässt sie sterben.

Eine junge Frau ist laut Medienberichten in Dubai ertrunken, weil ihr Vater die Rettungsschwimmer zurückhielt. Er wollte verhindern, dass die männlichen Rettungskräfte seine Tochter anfassen und damit ihre Ehre "beschmutzen". Der asiatische Mann wurde von der Polizei festgenommen, wie das Internet-Nachrichtenportal "Emirates 24/7" berichtete.

Zwei Rettungsschwimmer wollten dem Bericht zufolge der ertrinkenden 20-Jährigen zu Hilfe kommen. Doch ihr Vater habe "begonnen, sie zurückzuziehen und die Helfer zurückzuhalten und wurde gewalttätig ihnen gegenüber".

Ein Polizist äußerte sich zu dem Vorfall: "Er sagte ihnen, dass es ihm lieber sei, wenn seine Tochter tot ist, als sie von fremden Männer anfassen zu lassen." Der Mann sei der Ansicht gewesen, dass seine Tochter sonst "entehrt" würde. Der Polizist fügte hinzu: "Das hat ihn das Leben seiner Tochter gekostet."

Nachtrag der Redaktion: Wie jetzt bekannt wurde, fand der Vorfall bereits vor Jahren statt. In dem Artikel der Website Emirates 24/7 erzählt ein Rettungschwimmer vom seltsamsten Vorfall, der ihm in seinem Arbeitsleben untergekommen ist. Dieser geschah allerdings - was in dem Artikel nicht erwähnt wird - offenbar bereits im Jahr 1996.

Quelle: n-tv.de

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