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(Foto: dpa)

Flugrichtung passt nicht: Meteorit kein Vorbote von 2012 DA 14

Die Europäische Raumfahrt-Agentur ESA geht davon aus, dass es keine Verbindung zwischen dem Meteoriten-Regen von Russland und dem Asteroiden 2012 DA 14 gibt. Die Flugbahnen stimmten einfach nicht überein.

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Der Einschlag eines Meteoriten am Uralgebirge hat nach Angaben deutscher Weltraumexperten nichts mit dem Asteroiden zu tun, der an diesem Freitagabend knapp an der Erde vorbeirasen wird. "Das ist etwas völlig anderes", sagte Rainer Kresken, Raumfahrtingenieur der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Darmstadt, bei n-tv. Flugbahn und Ort des Einschlages sprächen dagegen. Der Asteroid 2012 DA 14 habe eine Flugbahn von Süden nach Norden, der Meteorit sei von Osten her auf die Erde aufgeschlagen. 

Zudem seien die jetzt in Russland eingeschlagenen Meteoriten zu klein, um bereits vorher entdeckt zu werden. "So ein Objekt, wie es dort im Ural einschlug, hat einen Durchmesser von ein oder zwei Metern und ist mit den heutigen Mitteln der Technik praktisch nicht vorher zu sichten."

Laut Kresken setze vor allem die "große Aufschlaggeschwindigkeit von mindestens 11,2 Kilometer pro Sekunde eine enorme kinetische Energie frei". Das erkläre auch die großen Druckwellen und die starke Zerstörung, die ein Meteorit anrichten könne, wenn er auf die Erde treffe. Dass der Meteoriten-Regen von Tscheljabinsk ein Vorbote eines womöglich noch größeren kosmischen Ereignisses sein könnte, hält der Experte für sehr unwahrscheinlich.

2012 DA 14, der heute Abend an der Erde vorbeifliegen wird, hat ganz andere Ausmaße wie die Meteoriten von Tscheljabinsk. Er hat einen Durchmesser von etwa 50 Metern und besteht sehr wahrscheinlich ausschließlich aus Stein. "Es hat schon Einschläge von solchen Objekten gegeben. Man rechnet damit, dass solche Objekte etwa alle tausend Jahre auf die Erde stürzen", so Kresken. In Arizona in den USA gebe es einen Krater mit einem Durchmesser von drei Kilometern, der von einem ganz ähnlichen Objekt erzeugt worden sei. So etwas könne man dann tatsächlich erwarten. Zwar könne so ein Objekt lokal schon sehr großen Schaden anrichten, sei global aber keine Katastrophe."

Quelle: n-tv.de

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