Panorama

So viele Niederschläge wie lange nichtNorditalien versinkt im Wasser

17.05.2013, 13:09 Uhr
3bpp0929-jpg540595476994992676
Norditalien wird immer wieder von starken Überschwemmungen heimgesucht. (Foto: dpa)

Schwere Unwetter und Überschwemmungen sind in Norditalien keine Seltenheit. Das regenreichste Frühjahr nach Jahrzehnten lehrt die Menschen nun das Fürchten. Und sie scheinen auch Grund dazu zu haben.

In Norditalien bleiben die niederschlagsreichsten Frühjahrsmonaten seit Jahrzehnten nicht ohne Konsequenzen. Eine starke Regenflut hat zu Überschwemmungen geführt und dabei bereits ein Todesopfer gefordert. Feuerwehrleute bargen heute in Lavagno bei Verona die Leiche eines 58-Jährigen, der während des Unwetters in der Nähe eines Parkhauses von einer einstürzenden Mauer erdrückt wurde. Die Rettungskräfte waren zunächst davon ausgegangen, der Mann sei ertrunken.

Vor allem der stark gestiegene Wasserstand des Pos steht aus Angst vor Überflutungen unter ständiger Überwachung. Mehrere andere Flüsse traten bei Bergamo bereits streckenweise über die Ufer und überschwemmten etliche Straßen. Dabei stürzten Bäume um, in der beliebten Touristenstadt Venedig musste zudem eine Bahnlinie vorübergehend gesperrt werden.

In Vicenza sind die Schulen wegen der Schlechtwetterlage geschlossen. Von den befürchteten Überschwemmungen blieb die Kunst- und Industriestadt allerdings verschont. Nach einem nächtlichen Erdrutsch musste bei Monjovet im Aosta-Tal eine Staatsstraße zeitweise gesperrt werden.

Das Wetter zeigt, wie so oft, ein zweigeteiltes Italien: Während im Norden des Landes sintflutartige Regenfälle komplette Regionen lahmlegen, blieb es im Süden weitgehend sonnig.

Quelle: ntv.de, dpa