Panorama

Alle wollen zur U-BahnOlympia-Eröffnung wird gekürzt

18.07.2012, 22:25 Uhr
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In der Holborn Station der Londoner U-Bahn. (Foto: Ki Price)

Bei einem Riesenspektakel wie der Olympia-Eröffnungsshow würden in Deutschland Extra-Bahnen und Shuttle-Busse eingesetzt, um die Besucher heimzubringen. Nicht so in London. Die Eröffnungsshow am 27. Juli wird extra um eine Szene gekürzt, damit die gut 62.000 Zuschauer die letzte Bahn bekommen können. Die Tube fährt nur bis 00.30 Uhr.

Die Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele in London wird gekürzt, damit die Zuschauer im Stadion die letzte U-Bahn erreichen. "Wir müssen sicherstellen, dass die Show pünktlich endet, damit die Zuschauer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln heimkommen", sagte ein Sprecher des Organisationskomitees. Das 34 Millionen Euro teure Spektakel ist demnach nun um eine Szene mit Stunt-Fahrrädern ärmer. Die Londoner "Tube" stellt in der Regel zwischen 00.00 Uhr und 00.30 Uhr ihren Betrieb ein.

Für die Eröffnungsfeier soll das Stadion in eine britische Landidylle mit Kühen und Schafen verwandelt werden. Sogar an künstliche Wolken wurde gedacht für den Fall, dass der typisch britische Regen am 27. Juli ausbleiben sollte. Die Show werde den Briten "ein Bild von uns selbst als Nation" vermitteln, sagte der künstlerische Leiter, "Slumdog Millionär"-Regisseur Danny Boyle. Britische Medien lästerten allerdings, die Szenerie erinnere eher an die Landschaften der "Teletubbies".

Voraussichtlich rund eine Milliarde Menschen werden die Eröffnungsfeier weltweit vor dem Fernseher verfolgen. Gut 62.000 Zuschauer sehen das Spektakel live im Stadion.

Quelle: ntv.de, dpa