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Die Zeitschrift "Chi" zeigt als erste ein Bild, auf dem Benedikt XVI. nach dem Ende seines Pontifikats zu sehen ist.
Die Zeitschrift "Chi" zeigt als erste ein Bild, auf dem Benedikt XVI. nach dem Ende seines Pontifikats zu sehen ist.(Foto: AP/dpa)

Erstes Foto nach Rücktritt: Papst trägt jetzt Baseballkappe

Das "Hotel der Kardinäle" im Vatikan füllt sich, über den Beginn des Konklaves könnte bald entschieden werden. Der emeritierte Papst Benedikt hat damit nichts mehr zu tun. Er spaziert in der Sommerresidenz – und bleibt dabei von Paparazzi nicht verschont.

Offiziell zeigte sich Benedikt zuletzt am 28. Oktober auf dem Balkon der päpstlichen Sommerresidenz.
Offiziell zeigte sich Benedikt zuletzt am 28. Oktober auf dem Balkon der päpstlichen Sommerresidenz.(Foto: AP/dpa)

Das italienische Klatschmagazin "Chi" hat erste Paparazzi-Fotos vom emeritierten Papst Benedikt XVI. gezeigt. In der Zeitschrift ist der 85-Jährige zu sehen, wie er mit einer weißen Baseballkappe und einer weißen Jacke über dem Papstgewand im Garten der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo lustwandelt. Begleitet wird Benedikt, der sich auf einen Gehstock stützt, von seinem Privatsekretär Georg Gänswein. Beide scheinen in ein Gespräch vertieft zu sein.

Benedikt trägt auf dem Bild schwarze Schuhe - seine roten musste er nach seinem Rücktritt als Papst abgeben. Das Pontifikat Benedikts war am vergangenen Donnerstag um 20 Uhr zu Ende gegangen. Kurz zuvor hatte er sich an seinem zwischenzeitigen Wohnsitz in Castel Gandolfo den Dorfbewohnern gezeigt, danach nicht mehr.

Unterdessen sind im Vatikan erneut die Kardinäle zusammengekommen, um die Wahl eines neuen Papstes vorzubereiten. Eine Abstimmung darüber, wann das Konklave beginnt, hab es allerdings noch nicht. Laut Vatikan-Sprecher Federico Lombardi müssen für eine Abstimmung über den Konklave-Beginn nicht alle Papst-Wähler anwesend sein. Dafür könnte ausreichen, dass noch fehlende Kardinäle versicherten, rechtzeitig zu einem sich abzeichnenden Beginn der Papstwahl anzukommen. Bislang befinden sich 113 der 115 der stimmberechtigten Kardinäle im Vatikan.

Mehrere US-Kardinäle, darunter Patrick O'Malley aus Boston und Francis George aus Chicago, haben jedoch genügend Zeit für Debatten unter den Kardinälen vor dem Konklave verlangt. "Wir sind noch nicht bereit, und ich habe das nie so aufgefasst, dass wir am 10. oder 11. März beginnen würden", sagte George der Turiner Zeitung "La Stampa". Es sei besser, lange zu diskutieren und dann ein kurzes Konklave zu haben. Auch der deutsche Kurienkardinal Walter Kasper hatte sich wiederholt gegen ein überstürztes Vorgehen ausgesprochen.

Der deutsche Kardinal Paul Josef Cordes verspürt wenig Vorfreute auf das Konklave. Der "Bild-Zeitung" sagte er: "Ich will das mal mit dem Besuch beim Zahnarzt vergleichen. Da möchte man alles schnell hinter sich bringen." Was genau ihn erwarte, wisse er nicht: "Was ich über ein Konklave weiß, stammt aus mittelmäßigen Filmen."

Quelle: n-tv.de

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