Panorama

Zu schnell fürs RadarPolizei blitzt Radfahrer

08.06.2011, 18:34 Uhr

Ein junger Schwede muss umgerechnet 165 Euro Bußgeld frönen, weil er statt mit erlaubten 50 mit 58 km/h durch die Kleinstadt Tranås geradelt ist. Mit Rollerblades wäre ihm das nicht passiert, weil er in dem Fall juristisch ein Fußgänger ist.

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Bitte nicht schneller als die Polizei erlaubt! (Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Für viele Radler unerreichbar, für einen sportlichen jungen Schweden ein teurer Spaß: Weil er auf seinem Rad mit 58 Kilometern pro Stunde durch die Kleinstadt Tranås bei Linköping fegte, muss ein Teenager 1500 Kronen (165 Euro) Bußgeld zahlen.

Wie die Ortszeitung "Tranås Tidning" berichtete, blitzte die Polizei den schnellen 17-Jährigen bei einer Radarkontrolle. Er erhielt von Beamten anschließend einen Vordruck für Einzahlungen in die Staatskasse. Das Tempolimit lag dort im Stadtzentrum bei 50 Kilometern pro Stunde.

Ein Verkehrsrechts-Experte meinte zu dem Fall im Fernsehsender SVT: "Wäre der junge Mann auf Roll-Skiern, Rollerblades, einem Skateboard oder so etwas in der gleichen Geschwindigkeit durch die Stadt gefahren, hätte er nichts gezahlt." Denn dann wäre er juristisch ein Fußgänger gewesen, sagte Bo Göingberg von der staatlichen Straßenwacht. Er fügte hinzu, dass dies nach dem Gesetz so sei, obwohl alle Genannten ihre Gefährte im Gegensatz zu Radfahrern nicht steuern könnten.

Quelle: dpa