Panorama

Papstwahl: Protokoll: Tag 1 im Konklave

Liveticker: Der zweite Tag im Konklave

+++ 03:10 Kardinäle schlafen komfortabler +++
Bis zur Wahl von Johannes Paul II. schliefen die beteiligten Kardinäle immer auf Feldbetten, in großen Räumen und Wohnungen nahe der Sixtinischen Kapelle. Nur bewegliche Trennwände gaben den Wahlmännern etwas Privatsphäre. Sanitäre Anlagen wurden gemeinsam genutzt. Erst im Jahr 1996 wurde dies geändert - Johannes Paul II ließ ein neues Gästehaus bauen. Dort gibt es genug Platz für alle Kirchenvertreter. Bei einem Konklave wurden die neuen Räumlichkeiten erstmals während der Wahl von Benedikt XVI. genutzt.

+++ 21.55 Schnelle Papst-Entscheidung? +++
Die Wahl des neuen Papstes geht an diesem Mittwoch in die zweite Runde. Das ist der Zeitplan: Um 7.45 Uhr fahren die Kardinäle zur Sixtinischen Kapelle und feiern dort zunächst die Messe. Ab 9.30 Uhr wählen sie dann erneut einen Nachfolger von Papst Benedikt. Je nach Ausgang der Wahl steigt gegen 11 (1. Wahlgang) bzw. 12 Uhr (2. Wahlgang) Rauch aus dem Schornstein der Kapelle auf. Ab 13 Uhr gibt es eine Pause. Die Kardinäle fahren zurück ins Gästehaus Santa Marta, essen dort und halten eine Mittagsruhe. Gibt es bis dahin noch keine Entscheidung, fahren sie um 16.50 Uhr zurück zur Kapelle und kommen zum dritten und gegebenenfalls vierten Wahlgang des Tages zusammen. Das Abendessen ist für 20 Uhr angesetzt.

+++ 21:10 Benedikt-Biograf: "Scola wird Papst" +++
Kaum jemand weiß, was sich bisher hinter den verschlossenen Türen der Sixtinischen Kapelle abgespielt hat. Vatikan-Insider Andreas Englisch beschreibt, welche Fraktionen sich da gegenüber stehen. Im n-tv.de Interview sagt er: "Das ist ziemlich einfach: Es gibt die Italiener, und es gibt den Rest der Welt." Er progostiziert: Es wird der Mailänder Erzbischof Angelo Scola. Das ganze Interview lesen Sie hier.

+++ 20.15 Kardinäle essen zu Abend +++
Die 115 Kardinäle fahren nun zurück ins Gästehaus Santa Marta und essen zu Abend. Ein üppiges Mahl erhalten sie dort aber nicht. Die für die Kardinäle kochenden Nonnen bereiteten Menüs aus Suppe, Spaghetti, kleinen Fleischtaschen und gedünstetem Gemüse zu, berichtete die "Corriere della Sera". Der italienischen Zeitung zufolge gleiche die Mahlzeit damit eher solchen, die "in Krankenhäusern serviert" würden und seien nicht zu vergleichen mit den Menüs in römischen Restaurants.

Am ersten Tag der Papstwahl gibt es noch keine Entscheidung.
Am ersten Tag der Papstwahl gibt es noch keine Entscheidung.(Foto: REUTERS)

+++ 19:42 Rauch steigt auf +++
Das Signal ist eindeutig: Der Rauch, der aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufsteigt, ist schwarz. Im ersten Wahlgang gibt es also nicht die notwendige Mehrheit für einen neuen Papst. Am Mittwoch wird die Papstwahl mit bis zu vier weiteren Wahlgängen fortgesetzt.

+++ 19:00 Wahl wird ausgewertet +++
Der erste Wahldurchgang ist abgeschlossen und wird gerade ausgewertet. Derweil warten Tausende von Menschen auf dem Petersplatz und schauen gespannt auf den mit Scheinwerfern beleuchteten Schornstein der Sixtinischen Kapelle. Das Rauch-Ritual wurde in den vergangenen Tagen geprobt. Kommt keine Zweidrittelmehrheit zustande, ist der Rauch schwarz. Die Farbe wird durch die Beimischung einer Chemikalie erzeugt. Wenn die Wahl gelingt, steigt dagegen weißer Rauch auf. Dazu läuten die Glocken des Petersdoms. Papst Benedikt wurde 2005 übrigens in knapp 24 Stunden gewählt. Die letzten neun Papstwahlen dauerten im Schnitt drei Tage, keine länger als fünf.

+++ 18.30 Frauen protestieren gegen Papstwahl +++
Zeitgleich mit dem Beginn des Konklaves protestieren Frauen für mehr Rechte in der römisch-katholischen Kirche. Dazu ließen sie auf dem Janiculum-Hügel oberhalb des Vatikans rosa Rauch aufsteigen. Sie spielten damit auf die Kirchentradition an, mit weißem oder schwarzem Rauch Erfolg beziehungsweise Misserfolg der Papst-Wahl anzuzeigen. "Der gegenwärtige Club alter Jungs hat die Kirche mit Skandalen, Missbrauch, Sexismus und Unterdrückung erschüttert", sagte Erin Saiz Hanna, eine der Wortführerinnen des Protestes. Der Vatikan lehnt die Weihe von Priesterinnen mit der Begründung ab, Jesus habe sich bewusst nur mit Männern als Aposteln umgeben.

+++ 18:05 Kurien-Kenner: Es wird sehr schnell gehen +++
In Rom verfolgt der Vatikan-Experte und Benedikt-Biograf Andreas Englisch das Geschehen. Lange werden sich die Katholiken nicht gedulden müssen, glaubt er. Im n-tv.de Interview sagt Englisch: "Am Donnerstag haben wir einen neuen Papst".  

Zeremonienmeister Guido Marini schloss die Tür.
Zeremonienmeister Guido Marini schloss die Tür.(Foto: REUTERS)

+++ 17:31 Das Tor der Kapelle ist zu +++
Alle Kardinäle haben ihren Eid abgelegt. Nachdem Guido Marini "Extra omnes!" (übersetzt: "Alle raus") befiehlt, verlassen alle die Kapelle, die nicht wahlberechtigt sind. Auch die Kameras müssen nun raus. Dann schließt der Zeremonienmeister die schwere Holztür. Die Schweizer Garde postiert sich an den Ausgängen. Zurück bleiben die 115 Kardinäle und 12.000 Wahlzettel. So viele wurden nämlich gedruckt. Die Papstwahl kann beginnen.

+++ 16:55 Kardinäle legen Eid ab +++
Die Fürbitten werden vorgetragen. Dann müssen die 115 Kardinäle einen Eid ablegen, der sie zur strengster Geheimhaltung verpflichtet. Dafür treten sie einzeln vor, legen die Hand auf die Bibel und sagen: "So wahr mir Gott helfe." Wer den Schwur bricht, dem droht übrigens die Exkommunikation. Noch gibt es Kameras und Fotografen in der Sixtinischen Kapelle. Aber gleich müssen alle außer den wahlberechtigten Kardinälen die Kapelle verlassen.

+++ 16:35 Kardinäle ziehen in Sixtinische Kapelle ein +++
Jetzt ist es so weit: Die feierliche Prozession formiert sich. Die Kardinäle kommen vom Gebet in der Cappella Paolina und ziehen nun in die Sixtina ein, um dort im Konklave ein neues Kirchenoberhaupt zu bestimmen. Wenn sich die Türen schließen, beginnt der erste Wahlgang unter Leitung von Giovanni Battista Re. Heute gibt es nur einen Wahlgang, ab Mittwoch täglich vier. Weil 115 Kardinäle einzeln vortreten müssen, dauert ein Wahlgang ungefähr eineinhalb Stunden.

Gilt als einer der Kandidaten für die Papst-Nachfolge: Christoph Schönborn.
Gilt als einer der Kandidaten für die Papst-Nachfolge: Christoph Schönborn.(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 16:05 Schönborns Mutter hat Angst +++
Aus Sicht der Mutter des Wiener Kardinals Christoph Schönborn ist Papst kein geeigneter Job für ihren Sohn. "Die ganze Familie hat Angst davor, dass Christoph zum Papst gewählt wird", sagte die 92-jährige Eleonore Schönborn der "Kleinen Zeitung". Der 68-jährige Österreicher gilt als geeigneter Kandidat für die Nachfolge von Papst Benedikt XVI. Doch seine Mutter sagte: "Das wär' für jeden Menschen zu viel". Ihr Sohn habe zwar seine Diözese gut im Griff, aber eine Weltkirche zu führen, sei etwas ganz anderes, sagte die 92-Jährige: "Christoph wäre den Gemeinheiten im Vatikan nicht gewachsen. Ihm reichen die Intrigen in Wien." Auch persönlich gefällt der in Vorarlberg lebenden Frau die Aussicht auf einen Papst als Sohn nicht: "Dann ist es für mich vorbei. Dann seh' ich den Christoph überhaupt nicht mehr. Denn ich habe nicht mehr die Kraft, nach Rom zu fahren." Ihr Sohn habe sie und seine drei Geschwister aber vor seiner Abreise zum Konklave mit den Worten beruhigt: "Regt's euch nicht auf, ich werde bestimmt nicht Papst."

+++ 15:45 Kardinäle brechen auf +++
Die 115 Kardinäle begeben sich vom Gästehaus Sankt Martha zur Sixtinischen Kapelle. Den wenige hundert Meter langen Weg legen sie zu Fuß oder in einem Kleinbus zurück. In der Sixtina findet nachher der erste Wahlgang statt.

+++ 15:25 Konklave kommt in Gang +++
Im Gästehaus des Vatikan bereiten sich die Kardinäle auf den ersten Wahlgang am frühen Abend vor. In anderthalb Stunden ziehen sie in die Sixtina ein und wählen dann ein erstes Mal. Danach wird erstmals Rauch aufsteigen - wahrscheinlich schwarz, als Zeichen dafür, dass noch kein neuer Pontifex gefunden wurde. Am Mittwoch sind dann bis zu vier Wahlgänge vorgesehen.

Wer wird der nächste Papst?
Wer wird der nächste Papst?(Foto: AP/dpa)

+++ 15:15 Kenner sehen vier Favoriten +++
Italienische Vatikan-Kenner grenzen den Kreis der aussichtsreichen Kandidaten auf vier Kardinäle ein. Angeführt wird das Quartett weiterhin von dem Mailänder Erzbischof Angelo Scola und dem brasilianischen Erzbischof Odilo Pedro Scherer aus Sao Paolo. Außenseiter-Chancen werden dem New Yorker Erzbischof Timothy Dolan und dem Kanadier Marc Ouellet zugeschrieben. Scola und Scherer können angeblich schon vor den Wahlen auf jeweils rund 40 Unterstützer unter den 115 Kardinälen zählen. Das ist viel - aber viel zu wenig für die nötigen 77 Stimmen. Beim Durchdeklinieren der Liste der in Frage kommenden Kardinäle fällt auf, dass kaum ein Experte sich eindeutig festlegen will.

+++ 15:00 Re steht im Rampenlicht +++
Als ranghöchster Kardinalbischof in der Wahlversammlung übernimmt der 79 Jahre alte Giovanni Battista Re deren Leitung. Beim nun anstehenden Konklave dürfte Re keine Chance auf das Papstamt haben. Ihm fällt aber die ehrenvolle Aufgabe zu, den neuen Papst zu fragen, ob er die Wahl annimmt und welchen Namen er als Oberhaupt der katholischen Weltkirche tragen will.

+++ 14:35 Lateinamerikaner hoffen +++
Seit dem Rücktritt von Papst Benedikt XVI. wird darüber spekuliert, ob das Konklave möglicherweise einen Lateinamerikaner zu dessen Nachfolger wählen wird. Allein aus der Region zu kommen, reiche allerdings nicht, sagte der Sekretär der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika, Guzmán Carriquiry. Geopolitische Überlegungen seien bei der Papstwahl eine der Variablen. "Aber niemand wählt einen Lateinamerikaner, weil er Lateinamerikaner ist, einen Nordamerikaner, weil er Nordamerikaner ist oder einen Italiener, weil er Italiener ist", betonte Carriquiry. "Das hieße, für individuelle Interessen zu stimmen und nicht für die Interessen des Katholizismus." Der Brasilianer Odilo Scherer gilt als einer der Top-Favoriten.

+++ 14:15 Erster Wahlgang nähert sich +++
Die wahlberechtigten Kardinäle essen im Gästehaus Sankt Martha im Vatikan zu Mittag. In Sankt Martha gibt es 106 Suiten, 22 Einzelzimmer und ein Apartment. Wer wo schläft, wurde per Los ermittelt - das soll nicht nur Neid verhindern, wer schlechtere und wer bessere Zimmer hat. Es ist auch ausgeschlossen, sich seinen Nachbarn auszusuchen, um womöglich doch verbotene Absprachen über die Wahl zu treffen.

+++ 14:00 Wer wird neuer Papst? +++
In rund zweieinhalb Stunden kommen die Kardinäle in der Sixtina zusammen und werden einen ersten Wahlgang abhalten. In den folgenden Tagen wird je zwei Mal vormittags und nachmittags abgestimmt. Wer wird Nachfolger des vor knapp zwei Wochen zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI.? Die Kandidaten bringen sich in Stellung.

+++ 13:40 Geheimfavorit hofft auf schnelle Wahl +++
In einem Brief an die Priester seines Bistums schreibt der New Yorker Erzbischof Timothy Dolan, er hoffe, dass es bereits am kommenden Donnerstag einen neuen Papst gibt. Dolan gilt als einer der Kardinäle mit Chancen, Papst zu werden - sollte es zwischen den Top-Favoriten Angelo Scola und Odilo Pedro Scherer zu einem Patt kommen.

Video

+++ 13:20 "Das schönste Wahllokal der Welt" +++
Am Nachmittag begeben sich die 115 wahlberechtigten Kardinäle, darunter auch sechs Deutsche, in die Sixtinische Kapelle. "Die Sixtinische Kapelle ist in der Tat das schönste Wahllokal der Welt", twittert der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Tauber

+++ 13:15 Walser wünscht sich schwarzen Papst +++
Der Schriftsteller Martin Walser würde es begrüßen, wenn der nächste Papst ein Schwarzer wäre. "Man sieht ihn oft, er ist sehr präsent, das wäre doch toll!", sagt der 85-Jährige. Konkrete Erwartungen an das neue Oberhaupt der katholischen Kirche habe er nicht. "Wenn er so gescheit ist wie der Benedikt, soll es mir recht sein. Wenn ein Naivling Papst werden würde, würde ich das bedauern", so Walser.

+++ 12:54 Papst-Wahl bei Twitter populär +++
Die Wahl des neuen Papstes gehört zu den populärsten Themen auf Twitter. #Kardinäle belegt den dritten Platz und #Konklave den siebten Platz

+++ 12:30 Sixtinische Kapelle wird abgeschottet +++
Während der Papstwahl gilt für die Kardinäle ein absolutes Verbot der Kommunikation mit der Außenwelt. Ein Bruch dieser Regel kann im schlimmsten Fall mit der Exkommunikation bestraft werden. Mit dem Spruch "Extra Omnes!" ("Alle hinaus!") schließen sich die Türen der Sixtinischen Kapelle, bevor die Kardinäle mit ihren Wahldurchgängen beginnen. Die Kapelle ist für die Wahl so eingerichtet, dass keine Informationen nach außen dringen können - und die Kardinäle nicht abgehört werden.

In der Sixtinischen Kapelle wird der neue Papst gewählt.
In der Sixtinischen Kapelle wird der neue Papst gewählt.(Foto: AP/dpa)

+++ 12:15 Zehn Antworten zum Konklave +++
In gut vier Stunden ziehen die wahlberechtigten Kardinäle in einer feierlichen Prozession in die Sixtinischen Kapelle ein. Danach beginnt die Wahl des Nachfolgers von Benedikt XVI. Wie läuft diese Wahl ab? Hier sind die wichtigsten Antworten zum Konklave zusammengestellt.

+++ 12:05 Benedikt verfolgt Wahl aus der Ferne +++
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. begleitet die Wahl seines Nachfolgers von der Sommerresidenz Castel Gandolfo aus. "Er ist mit uns, ruhig aber zutiefst verbunden und ganz bewusst mit uns allen im Gebet", sagt Vatikan-Sprecher Federico Lombardi. Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein halte ihn außerdem über die Geschehnisse im Vatikan auf dem Laufenden.

+++ 11:45 Messe ist gelesen +++
Kardinal Sodano erteilt den letzten Segen bei der feierlichen Messe "Pro Eligendo Romano Pontifice" mit den in Rom versammelten Kardinälen. Damit ist die letzte öffentliche Zeremonie vor Beginn des Konklaves beendet.

+++ 11:35 Wird das Saarland Papst? +++
"Hab ich schon mal erwähnt, dass die Vorfahren von Odilo Pedro Scherer aus meiner Heimatgemeinde kommen?", twittert die CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön aus dem saarländischen Theley. "Werden wir Papst?" Scherer gilt als einer der Top-Favoriten.

+++ 11:25 Rodman will Papst treffen +++
Der ehemalige US-Basketballstar Dennis Rodman will noch heute nach Rom fliegen, um den neuen Papst zu treffen. "Ich möchte überall auf der Welt sein, wo ich gebraucht werde", sagte er dem Promi-Portal "TMZ". "Ich möchte eine Botschaft von Frieden und Liebe in die Welt tragen." Rodman hatte Ende Februar bereits Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un besucht und sich begeistert gezeigt.

+++ 11:15 Einige Kardinäle gelten als Favoriten +++
Wer wird der nächste Mann auf dem heiligen Stuhl: Wieder ein Europäer oder doch vielleicht ein Afrikaner oder Amerikaner? Das sind die Favoriten auf die Nachfolge von Benedikt XVI. Einer von ihnen wird wohl der neue Papst:

Bilderserie


+++ 10:55 Sodano zitiert Wahlspruch des Wiener Erzbischofs +++

In seiner Predigt zitiert Sodana den Wahlspruch des Erzbischofs von Wien, Christoph Schönborn: "vos autem dixi amicos" ("Vielmehr habe ich euch Freunde genannt"). Das Motto ist dem Johannesevangelium entnommen. Ist das ein Hinweis auf die Chancen des Österreichers, der als aussichtsreicher Kandidat gilt?

+++ 10:45 Sodano predigt +++
Kardinalsdekan hält die Predigt der Eröffnungsmesse. Im Mittelpunkt steht das Gebot der Liebe. Sodano fordert die Gläubigen auf, dafür zu beten, "dass der Herr uns einen Papst geben wird, der diese edle Mission mit einem großzügigen Herzen annimmt". Zudem ruft er zur Einheit der Kirche auf, die durch zahlreiche Skandale in den vergangenen Jahren erschüttert wurde.

+++ 10:38 Sodano dankt Benedikt +++
Kardinalsdekan Angelo Sodano dankt Benedikt XVI und spricht von einem "leuchtenden Pontifikat". Im Petersdom ist großer Applaus zu hören.

+++ 10:30 Kardinalssprecherin mahnt zur Geduld +++
Während allgemein mit einer frühen Papstwahl gerechnet wird, sieht die Sprecherin des US-Kardinals Francis George das anders und erwartet keine schnelle Entscheidung. Dass am Sonntag noch kein neuer Papst feststehe, sei durchaus möglich.

Video

+++ 10:18 Eröffnungsmesse läuft +++
Im Petersdom leitet Kardinalsdekan Angelo Sodano die Eröffnungsmesse für das Konklave. Sie gilt als offizieller Auftakt der Wahl eines neuen Papstes. Am Nachmittag ziehen die wahlberechtigten Purpurträger dann in einer feierlichen Prozession in die Sixtinische Kapelle ein, um mit der Wahl eines Nachfolgers für den zurückgetretenen Benedikt XVI. zu beginnen.

+++ 10:05 Pfingsthymnus wird gesungen +++
Im Mittelpunkt der Messe steht der Pfingsthymnus "Veni creator spiritus" (Komm' Schöpfer Geist). Mit dem Hymnus wird der Heilige Geist um Beistand gebeten.

+++ 10:00 Feierliche Messe beginnt +++
Im Petersdom beginnt die Messe "Pro eligendo Pontifice" ("Zur Wahl des Pontifex"). Sie wird vom Kardinaldekan Angelo Sodano gelesen.

+++ 09:40 Kardinale auf dem Weg zum Petersdom +++
Am Festgottesdienst im Petersdom nehmen die wahlberechtigten Kardinäle und weitere Würdenträger teil – unter anderem auch Benedikts Vertrauter und Privatsekretär Georg Gänswein. Auch beim Einzug in die Kirche wird er noch mit dabei sein. Doch sobald sich die Kardinäle zum Konklave begeben, wird sich auch der Erzbischof zurückziehen müssen.

+++ 09:30 Messe im Petersdom beginnt in Kürze +++
In einer halben Stunde beginnt eine besondere Messe für die Papstwahl, bevor sich die wahlberechtigten Kardinäle am Nachmittag zum Konklave einfinden. Mit der Messe im Petersdom stimmen sich die Kardinäle feierlich auf die Wahl eines neuen Papstes ein.

+++ 09:10 Zollitsch ruft zum Gebet auf +++
Die Deutsche Bischofskonferenz ruft Gläubige auf, für einen neuen Papst zu beten, und sie weist zugleich auf ihre Gebetsempfehlung hin. "Mit dem Gebet nehmen wir als Gläubige unsere Verantwortung am Heils- und Sendungsauftrag der Kirche wahr", so der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch.

+++ 08:55 "Reformation gab's schon" +++
"Katholiken suchen Reformpapst", twittert der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Roth. "Warum? #Reformation gab's schon vor fast 500 Jahren.#EKD"

+++ 08:45 O'Malley führt Online-Wahl an +++
Der US-Amerikaner Sean O'Malley ist der Favorit der Online-Umfrage der italienischen Tageszeitung "Corriere della sera". Mehr als 37 Prozent der Teilnehmer rechnen damit, dass der Erzbischof von Boston der nächste Papst wird.

+++ 08:30 "Anforderungen sind hoch" +++
"Gewiss, das Amt des Papstes ist kein Job, schon gar nicht einer wie jeder andere", heißt es am Morgen in der Wiener Zeitung "Die Presse". "Gewiss, die Anforderungen an den Mann an der Spitze einer Glaubensgemeinschaft mit 1,2 Milliarden Mitgliedern, der als "Stellvertreter Jesu Christi" verstanden wird, sind hoch - aber nur dann übermenschlich hoch, wenn im Wesentlichen alles so bleibt wie bisher. Organisatorisch wie strukturell. Denn eine derartige Machtfülle, wie sie Papst und Kurie zwar schleichend, aber umso beharrlicher während der vergangenen Jahrzehnte akkumuliert haben, ist nicht gottgegeben."

+++ 08:25 Messe als Einstimmung auf Papstwahl +++
Am Vormittag stimmen sich die Kardinäle im Petersdom mit einer Messe auf die Wahl eines neuen Papstes ein. Nachmittags ziehen sie in einer feierlichen Prozession in die Sixtinische Kapelle ein. Während des Konklaves sind die Purpurträger so abgeschottet, dass keine Informationen nach außen dringen können.

+++ 08:15 Zwei Top-Favoriten im Rennen +++
Als Top-Favoriten gelten derzeit der Mailänder Kardinal Angelo Scola und der Brasilianer Odilo Scherer aus Sao Paolo. Doch bei gleichstarken Favoriten könnte die Stunde eines Dritten schlagen. So war es 1978 bei der Wahl Karol Wojtilas, der im achten Wahlgang zum Papst Johannes Paul II. gewählt wurde.

+++ 08:00 "Papstwahl offener als 2005" +++
"Die Wahl scheint offener als 2005", schreibt die katholische französische Zeitung "La Croix" am Morgen. "Dieses Konklave könnte (…) zu einer unerwarteten Wahl führen. Seit der Ankündigung des Rücktritts von Benedikt XVI. haben die Kardinäle eindeutig ihre Unabhängigkeit demonstriert und sich geweigert, sich von der Kurie das Tempo bei der Wahl eines Nachfolgers auf dem Stuhl Petri vorgeben zu lassen. Bis zum Ende können sie alle Prognosen Lügen strafen: Eine Minderheit von einem Drittel reicht aus, um eine Wahl zu verhindern und den Namen eines Außenseiters zu unterstützen."

+++ 07:50 Erstes Treffen gilt als Test +++
Dass heute schon ein neuer Papst gewählt wird, gilt als nahezu ausgeschlossen. Der erste Wahlgang gilt aber als Test, bei dem sich in der Regel die Favoriten für das Papstamt herauskristallisieren. Es sei unwahrscheinlich, schon heute weißen Rauch zu sehen, sagt der Leiter des Vatikanischen Presseamtes, Federico Lombardi.

+++ 07:35 Schnelle Wahl erwartet +++
Bis Ostern soll es einen neuen Papst geben. Beobachter erwarten, dass die Wahl früher beendet ist. Die vorangegangen Wahlen verliefen relativ schnell. Kein Konklave dauerte länger als vier Tage.

+++ 07:27 "In Berlin ausprobieren" +++
"Heute beginnt das Konklave", twittert der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen. "Sollten wir vielleicht auch mal in Berlin ausprobieren: Einsperren und erst wieder bei weißem Rauch rauslassen."

+++ 07:20 Mehrere aussichtsreiche Kandidaten+++
Beobachtern zufolge haben etwa ein halbes Dutzend Kardinale die Chance, nächster Papst zu werden. Am Nachmittag halten die Würdenträger den ersten Wahlgang ab. Das Ergebnis wird per Rauch mitgeteilt. Ist er weiß, gab es eine Zweidrittelmehrheit für einen Kandidaten, der somit neuer Papst ist. Bei schwarzem Rauch wurde die notwendige Mehrheit verfehlt.

+++ 07:10 "Letzter Tweet vor dem Konklave"
Der südafrikanische Kardinal Wilfried Fox Napier twittert: "Letzter Tweet vor dem Konklave. Möge unser Vater die Gebete und Opfer für ein fruchtbringendes Ergebnis mit Liebe und Gnade erhören und beantworten. Gott segne euch!"

+++ 07.00 Warten auf "Habemus Papam" +++
Die Kardinäle, die am Tag von Benedikts Rücktritt jünger als 80 Jahre waren, ziehen in das Gästehaus Santa Marta im Vatikan ein. Insgesamt sind es 115 Purpurträger. Nur sie sind wahlberechtigt. Am Nachmittag ziehen die Kardinäle in einer feierlichen Prozession in die Sixtinische Kapelle ein. Für den Abend ist der erste Wahlgang geplant.

Zunächst wird jedoch um 10.00 Uhr die Messe "Pro eligendo Romano Pontifice" (für die Wahl des Römischen Pontifex) gefeiert. Vor der letzten Papstwahl, am 18. April 2005, hatte Kardinal Joseph Ratzinger in dieser Messe die Predigt gehalten. Im Rückblick heißt es, Ratzinger sei damals die "natürliche Wahl" gewesen. Rund 26 Stunden dauerte das Konklave damals nur.

Einen solchen "natürlichen" Kandidaten gibt es dieses Mal nicht. Dennoch rechnen Experten damit, dass die Wahl "sehr schnell" ablaufen könnte.

Quelle: n-tv.de

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