Panorama

Andros' Dreck aus 40 Jahren Regen schwemmt Müllkippe weg

14.02.2011, 16:38 Uhr

Jahrzehntelang bringen die Menschen auf der Kykladeninsel Andros ihren Müll und den der Touristen auf eine illegale Deponie. Nachdem es viele Tage geregnet hat, kommt der Müllberg ins Rutschen.

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Am Strand ist gerade etwas mehr Müll aufzuräumen. (Foto: REUTERS)

Tagelanger Regen hat eine illegale Müllkippe auf der griechischen Insel Andros zum Einsturz gebracht. Eine Lawine aus Geröll, Schlamm und Müll der 40 vergangenen Jahre habe sich auf einen 400 Meter tiefer gelegenen Strand im Südosten der bei Touristen beliebten Kykladen-Insel ergossen, teilte der stellvertretende Bürgermeister von Andros, Leftheris Ballas, mit.

Mit Hilfe von Netzen sei es wenigstens gelungen zu verhindern, dass sich der Müll im Meer bis zu den anderen Inseln ausbreite. "Derzeit nutzen wir die wilde Deponie nicht mehr," sagte Ballas. Bis eine dauerhafte Lösung gefunden sei, werde der Abfall in Müllwagen gesammelt.

Nach seinen Angaben arbeitete die Deponie rund 40 Jahre lang ohne Genehmigung. In den vergangenen Jahren sei der Abfall wenigstens nicht mehr einfach verbrannt, sondern vergraben worden. Viele griechische Inseln und Gemeinden verfahren ähnlich mit ihren Abfällen. Versuche der Regierung, ordentliche Deponien einzurichten, scheitern oftmals am Widerstand der betroffenen Bürger.

Quelle: AFP