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In Düsseldorf wird es heute nichts mit dem Rosenmontagsumzug.
In Düsseldorf wird es heute nichts mit dem Rosenmontagsumzug.(Foto: dpa)

Sturm verdirbt rheinische Feierlaune: Rosenmontagszug in Düsseldorf fällt aus

Den Verantwortlichen des Düsseldorfer Rosenmontagsumzugs ist die Wetterlage zu heikel: Die Veranstaltung findet, ebenso wie in vielen anderen Städten, wegen Sturmtief "Ruzica" nicht statt. In Köln trotzen die Narren dagegen dem Wetter.

Wegen des heftiger werdenden Sturms ist der Düsseldorfer Rosenmontagszug abgesagt worden. Das teilte der Pressesprecher des Comitees Düsseldorfer Carneval (CC) mit. Die Mottowagen sollen allerdings noch am Vormittag vor dem Rathaus platziert werden. Es werde auf jeden Fall einen Alternativzug im Frühjahr geben, hieß es. Wann genau das stattfinden soll, ist allerdings noch unklar. Das Sicherheitskonzept des Düsseldorfer Rosenmontagszugs sah vor, dass der Zug ab Windstärke 8 nicht stattfindet.

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Der Kölner Rosenmontagszug soll dagegen auf jeden Fall stattfinden. Das entschieden die Veranstalter in den Karnevalshochburgen am Rhein kurzfristig. Allerdings gibt es nur eine abgespeckte Version des Umzugs: Großfiguren in den Fußgruppen sind nicht zugelassen, ebensowenig Fahnen und Trageschilder. Der Zug findet außerdem ohne die sonst üblichen 500 Pferde statt. An den Zuschauertribünen werden Dächer und Rückwände entfernt, damit sich diese nicht lösen und umherfliegen können. Die Prunkwagen samt Figuren sollen wie geplant rollen.

In der Fastnachtshochburg Mainz planen einige Garden trotz der Absage des großen Rosenmontagszuges einen kleinen Musikumzug. Die "Mutter aller Garden" organisiere ab 13.11 Uhr zusammen mit anderen Garden einen Zug durch die Mainzer Altstadt, teilte der Ehren-Generalfeldmarschall der Mainzer Ranzengarde, Johannes Gerster, mit. Die "echten Idealisten der Määnzer Fassenacht" wollten trotz Sturmwarnung und Absage des Zuges auf ihre Weise Rosenmontag feiern.

Der Mainzer Rosenmontagszug wird möglicherweise nachgeholt. "Es schwebt so ein bisschen dieser Gedanke jetzt im Raum, ob wir vielleicht zum 200. Jubiläum von Rheinhessen irgendwann einen Umzug machen", sagte der Sprecher des Mainzer Carneval-Vereins (MCV), Michael Bonewitz. Eine Entscheidung über einen Nachholtermin sei aber noch nicht gefallen.

Viele Umzüge abgesagt

Wegen des Unwetters waren zahlreiche Karnevalszüge abgesagt worden, unter anderem in Essen. "Wir haben uns schweren Herzens dazu entschieden", sagte der Erste Vorsitzende des Festkomitees Essener Karneval, Volker Sassen. Bei Windstärke 6 müsse diese Entscheidung in Essen getroffen werden. Die Prognosen gingen aber von Stärke 10 aus. Unklar sei, ob der Zug komplett abgesagt oder zum Beispiel in den Sommer verschoben werde. "Aber ein Rosenmontagszug, der kann eigentlich auch nur an einem Rosenmontag stattfinden", sagte Sassen. Es waren 80.000 Zuschauer erwartet worden. Zuvor war in Essen bereits der Traditionszug im Stadtteil Kupferdreh abgesagt worden.

Auch der Rosenmontagszug in Recklinghausen fällt wegen der heftiger werdenden Sturmböen aus. Das teilte die Stadt am Morgen mit. Im vergangenen Jahr waren rund 100.000 Menschen zum Zug in die Ruhrgebietsstadt gekommen.

Am Sonntagabend hatte bereits der Mainzer Carneval Verein (MCV) entschieden, den großen Umzug abzusagen. Kurz darauf folgte die Absage aus Münster. Es sei unverantwortlich, den Zug bei einer vorhergesagten Windstärke von 8 oder gar 9 laufen zu lassen, sagte der Vizepräsident vom Bürgerausschuss Münsterscher Karneval, Helge Nieswandt. Zuvor hatten bereits Duisburg, Hagen, das sauerländische Wenden und ein Essener Stadtteil ihre Rosenmontagszüge aus Sicherheitsgründen abgeblasen.

Quelle: n-tv.de

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