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Extrem seltener und gefährlicher Sturm: "Sandy" könnte US-Wahl stören

TV-Sender warnen vor dem "Monstersturm des Jahrhunderts". "Sandy" könnte Washington lahmlegen und damit die US-Wahl beeinflussen. Für viele Millionen Menschen könnte der Strom ausfallen. In mehreren US-Staaten gilt bereits der Notstand. Eilig werden jetzt Schutzvorkehrungen getroffen. In New York City sollen die Züge in den Depots bleiben.

Gespanntes Warten auf "Sandy" in St. Augustine Beach, Florida.
Gespanntes Warten auf "Sandy" in St. Augustine Beach, Florida.(Foto: REUTERS)

Hurrikan "Sandy" fegt auf die Ostküste der USA zu. Zuvor ließ er eine Spur der Verwüstung und über 40 Tote in der Karibik zurück. Für die Hauptstadt Washington und mehrere Bundesstaaten, darunter New York und Maryland, wurde bereits der Notstand ausgerufen. Behörden trafen Vorbereitungen. Sie forderten die Bevölkerung auf, sich mit Lebensmittelvorräten, Trinkwasser und Batterien einzudecken.

Mehrere Airlines rechnen damit, dass hunderte Flüge über den Atlantik und an der Ostküste der USA gestrichen werden müssen. Sie boten ihren Kunden gebührenfreie Umbuchungen an. Die New Yorker Börsen feilten an Notfallplänen, um den Handel aufrechterhalten zu können.

Ziel sei es nun, die nötigen Schutzvorkehrungen für das Eintreffen des Sturms zu beschleunigen, teilten die Behörden in Washington mit. Das National Hurricane Center in Miami hatte eine Sturmwarnung für die Ostküste Floridas ausgestellt. Die Ausläufer von "Sandy" erreichten dort bereits Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde.

Stimmabgabe soll weiter möglich sein

Stimmabgabe in Las Vegas.
Stimmabgabe in Las Vegas.(Foto: REUTERS)

Wenige Tag vor der Wahl am 6. November geben viele Wähler bereits ihre Stimmen ab. Die Behörden bereiten sich darauf vor, auch im Falle von Stromausfällen diese vorzeitige Stimmabgabe weiter zu ermöglichen. Im US-Bundesstaat Virginia wirkte sich "Sandy" bereits auf den Wahlkampf aus: Vizepräsident Joe Biden sowie Präsident Barack Obamas Herausforderer Mitt Romney sagten jeweils einen Auftritt in Virginia Beach ab.

Erinnerungen an "Bob"

Experten warnen vor einem "extrem seltenen und gefährlichen Sturm". Nach Befürchtungen des US-Wetterdiensts könnte "Sandy" im Nordosten der USA auf einen Wintersturm treffen. Diese Kombination könne zum schwersten Unwetter seit August 1991 führen. Damals führte der schwere Hurrikan "Bob" an der Ostküste der USA von South Carolina im Süden bis Maine im Norden zu Todesopfern und hohen Sachschäden. Der Wirbelsturm fegte mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde die Atlantikküste hinauf. Das Sturmzentrum stieß auf der von zwei Millionen Menschen bewohnten Insel Long Island vor New York.

Millionen werden ohne Strom sein

Eine Woche vor der US-Wahl könnte Hurrikan "Sandy" mehrere Zehnmillionen Ostküstenbewohner von der Stromversorgung abschneiden, warnte CNN-Meteorologe Rob Marciano. "Wenn man Bäume hat, die noch Blätter tragen und dieser Wind und Regen darauf treffen, kippen diese Bäume um, und die Stromversorgung fällt aus. Zudem gibt es eine verheerende Überschwemmung."

Der Sturm könnte von Montag bis Dienstag mit Starkregen, Hochwasser, Schnee und heftigem Wind große Schäden zwischen Washington und Boston anrichten. In New York City erwägt die Verkehrsgesellschaft MTA, ihre Züge in den Depots zu lassen, falls Windgeschwindigkeiten von mehr als 63 Stundenkilometern erreicht werden sollten. Das habe es erst einmal gegeben, als Hurrikan Irene 2011 über die Stadt hinweggezogen sei.

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Quelle: n-tv.de

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