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Die Übergriffe sollen sich im Gedränge auf dem Kiez abgespielt haben.
Die Übergriffe sollen sich im Gedränge auf dem Kiez abgespielt haben.(Foto: imago/Winfried Rothermel)

Schockierende Berichte aus Hamburg: Sexuelle Übergriffe auch auf dem Kiez?

In der Silvesternacht soll es ähnlich wie in Köln auch auf der Hamburger Reeperbahn zu sexuellen Übergriffen gekommen sein. Männer-Gruppen jagten junge Frauen, beschimpften, begrapschten und beklauten sie.

Sexuelle Übergriffe auf Frauen hat es in der Silvesternacht offenbar nicht nur in Köln gegeben. Zu ähnlichen Szenen sei es auch in Hamburg gekommen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach sollen rund um die Reeperbahn Gruppen aus 5 bis 15 Männern regelrecht Jagd auf feiernde Frauen gemacht haben.

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Erste Vorfälle hätten sich gegen Mitternacht auf dem Hans-Albers-Platz und auf der Großen Freiheit ereignet. Die Zeitung beruft sich dabei auf Zeugenaussagen, nach denen es sich bei den Tätern um Männer nordafrikanischer Herkunft gehandelt habe. Diese hätten die Frauen eingekesselt, sie an Brüsten oder an den Intimbereich begrapscht und sie bestohlen.

Zunächst wurden die Opfer den Angaben zufolge nur verbal beschimpft. So sollen Ausdrücke wie "Schlampe" oder "Ficki Ficki" gefallen sein. Später seien die Frauen dann eingekesselt und sexuell belästigt worden. Anschließend stellten sie fest, dass ihnen Geld, Papiere oder das Handy fehlten.

Unterschiedliche Zeugenaussagen

"Bisher sind bei uns sechs Anzeigen eingegangen. Die Opfer sind zwischen 18 und 24 Jahre alt", zitiert die Zeitung Polizeisprecher Holger Vehren. Viele der Mädchen flüchteten aus Angst zu den Türstehern naheliegender Bars und Clubs. Die Polizei geht demnach von viel mehr Opfern aus, die sich aus Scham bis jetzt noch nicht gemeldet haben.

Laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks unterscheiden sich die der Polizei vorliegenden Zeugenaussagen jedoch stark. So sei mal von einer bis zu sechsköpfigen Tätergruppe die Rede, mal von 15 bis 20 jungen Männern, die Frauen bedrängt hätten. Auch eine genaue Beschreibung möglicher Täter läge derzeit nicht vor. Durch den Massenansturm von Feiernden auf der Großen Freiheit und in den umliegenden Straßen seien aber noch nicht alle Anzeigen bearbeitet und abschließend zugeordnet worden.

Über die sozialen Netzwerke hatten sich Berichte verbreitet, in Hamburg hätten - ähnlich wie in Köln - Hunderte junge Migranten Frauen bedrängt und teilweise massiv sexuell belästigt. Eine Bestätigung dafür gibt es aber bislang nicht.

Quelle: n-tv.de

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