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Im US-Bundestaat Arkansas protestieren Menschen gegen acht geplante Hinrichtungen binnen zehn Tagen.
Im US-Bundestaat Arkansas protestieren Menschen gegen acht geplante Hinrichtungen binnen zehn Tagen.(Foto: AP)

Todesstrafen in Arkansas: US-Gericht stoppt weitere Hinrichtung

Der juristische Kampf geht weiter: Eigentlich sollten im US-Bundesstaat Arkansas seit Ostermontag acht Hinrichtungen binnen zehn Tagen durchgeführt werden. Zwei wurden bereits vom Obersten Gerichtshof verhindert - jetzt folgt die dritte.

Im US-Bundesstaat Arkansas ist eine weitere geplante Hinrichtung gestoppt worden. Der einmonatige Aufschub solle dem Todeskandidaten Stacey Johnson die Möglichkeit zu einer neuen Beweisaufnahme-Anhörung geben, entschied der Oberste Gerichtshof von Arkansas. Johnson sollte eigentlich am Donnerstag hingerichtet werden.

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"Wir sind dankbar und erleichtert", sagte die Anwältin Nina Morrison von der Gruppe Innocence Project, die Johnsons Verteidigung übernommen hat, zu der Gerichtsentscheidung. Johnson will demnach mit einem DNA-Test seine Unschuld beweisen. Der Afroamerikaner war wegen eines Mordes an einer weißen Frau im Jahr 1993 zum Tode verurteilt worden.

Morrison führte aus, dass auch der Todeskandidat Ledell Lee das Recht auf eine solche Anhörung bekommen müsse. Bei dem Mord, für den Lee zum Tode verurteilt worden war, gebe es viele DNA-Spuren, die nie untersucht worden seien. Lees Hinrichtung ist für Donnerstag geplant.

Haltbarkeit des Gifts endet

Am Montag war in letzter Minute die Hinrichtung des Todeskandidaten Don Davis in Arkansas gestoppt worden. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof von Arkansas bereits die ebenfalls für Montag geplante Hinrichtung von Bruce Ward gestoppt.

Der republikanische Gouverneur von Arkansas, Asa Hutchinson, will bis Ende April eigentlich acht Häftlinge hinrichten lassen, weil das Haltbarkeitsdatum des bei Giftinjektionen verwendeten Mittels Midazolam Ende des Monats abläuft. Hutchinson hatte deshalb per Dekret die größte Hinrichtungswelle in den USA seit 40 Jahren angeordnet: Binnen zehn Tagen sollten acht Todesurteile vollstreckt werden. Das Vorhaben sorgte weltweit für Kritik und Proteste.

Quelle: n-tv.de

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