Panorama
Sonntag, 25. Oktober 2009

Es ist soweit!: Uhren umgestellt?

Haben Sie heute Morgen eine Stunde länger geschlafen? Es sei Ihnen vergönnt - denn Sie kommen immer nocht zurecht: Seit der Nacht gehen die Uhren wieder anders.

Vor oder zurück? Menschen, die ohnehin schon schlecht schlafen, haben wegen der Zeitumstellung noch größere Probleme.
Vor oder zurück? Menschen, die ohnehin schon schlecht schlafen, haben wegen der Zeitumstellung noch größere Probleme.(Foto: obs)

In der Nacht zum Sonntag endete in Deutschland die Sommerzeit. Zeitgleich mit allen anderen EU-Staaten und den meisten anderen europäischen Nachbarn wurden die Uhren um drei Uhr morgens um eine Stunde zurückgestellt. Die Nacht verlängert sich also und verspricht eine Stunde mehr Schlaf. Damit ist es künftig abends früher dunkel.

Seit der Einführung der mitteleuropäischen Sommerzeit 1980 ist es die 30. Zeitumstellung. Ursprünglich sollte mit der Zeitumstellung erreicht werden, dass das Tageslicht besser genutzt und Energie gespart wird. Die Überlegung war insbesondere eine Nachwirkung aus der Zeit der Ölkrise 1973. Ein weiterer Grund war zudem, sich an die Nachbarländer anzupassen.

Zeitumstellung bringt keine Ersparnis

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Die Energiewirtschaft kann schon seit Jahren keine Sparwirkung erkennen, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin anmerkt. Abends werde zwar weniger Strom für Licht benötigt, dafür werde jedoch morgens mehr geheizt. Weil sich viele Menschen in ihrer Freizeit abends länger draußen aufhielten, könne sogar mehr Energie verbraucht werden - etwa durch den Betrieb von Elektrogrills oder Heizstrahlern auf der Terrasse.

Der Anteil des Lichts am Stromverbrauch der Haushalte liegt laut BDEW bei durchschnittlich acht Prozent. Das macht zwei Prozent am gesamten Energieverbrauch aus. Der zunehmende Einsatz von Energie-Sparlampen mindere den geringen Sommerzeit-Spareffekt zusätzlich.

40 Züge werden eine Stunde warten

Etwa 40 Züge in Deutschland mussten in der Nacht zum Sonntag an einem Bahnhof halten. Nur so war gewährleistet, dass sie nach Fahrplan und nicht eine Stunde zu früh ankamen. Automatisch wurden rund 120.000 Uhren in Bahnhöfen und Diensträumen sowie in Automaten, Informations- und Steuerungssystemen umgestellt, wie die Deutsche Bahn berichtete.

Biorhythmus gestört

Einige Menschen fühlen sich durch die Zeitumstellung beeinträchtigt: "Der Wechsel von Sommer- auf Winterzeit stört besonders den Biorhythmus der Menschen, die ohnehin schlecht schlafen können", teilte die Techniker Krankenkasse mit. Jede zweite Frau und jeder vierte Mann in Deutschland hat nach laut einer Forsa-Umfrage Probleme mit dem Schlaf. Die Krankenkasse rät, auf die innere Uhr zu hören und nicht krampfhaft im Bett zu bleiben.

Seit 2001 ist die Zeitumstellung für Europa verbindlich festgelegt. In allen EU-Mitgliedstaaten beginnt die Sommerzeit jeweils am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Die nächste Sommerzeit beginnt am 28. März 2010.

Quelle: n-tv.de

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