Panorama
Das Wrack auf den Sonarbildern aus der Tiefe.
Das Wrack auf den Sonarbildern aus der Tiefe.(Foto: dpa)

MH370-Suche: Verdächtiges Objekt entpuppt sich als Wrack

Bald sind zwei Jahre vergangen, seit MH370 spurlos von den Radarschirmen verschwand. Die intensive Suche hat ein weiteres Ergebnis gebracht, allerdings nicht für die Angehörigen der vermissten Flugpassagiere.

Die Suche nach dem vermissten Flug MH370 ist um einen weiteren Rückschlag reicher. Was von den Umrissen her auch ein abgestürztes Flugzeug hätte sein können, entpuppte sich als Schiffswrack, teilte die Koordinationsstelle für die Suche nach dem Wrack (JACC) in der australischen Hauptstadt Canberra mit.

Nachdem erste Aufnahmen die Suchmannschaften aufmerksam gemacht hatten, war an der entsprechenden Stelle ein ferngesteuertes Unterwasserfahrzeug zum Einsatz gekommen. Das Wrack, das in etwa 3700 Metern Tiefe liegt, ist demnach aus Eisen oder Stahl und ging wahrscheinlich bereits Ende des 19. Jahrhunderts unter.

Es ist bereits das zweite Schiffswrack, das die MH370-Suchmannschaften entdecken. Im Mai 2015 wurde auf Sonarbildern ein Anker entdeckt, der zu einem anderen gesunkenen Schiff gehörte. Mit dem Unterwassergerät werden zur Zeit die besonders schwer zu erreichenden Regionen des Suchgebiets abgesucht. Schiffe haben inzwischen bereits zwei Drittel des 120.000 Quadratkilometer großen Suchgebiets südwestlich von Perth im Indischen Ozean untersucht.  Während der Suche, die Mitte des Jahres abgeschlossen werden soll, gab es bisher eine Serie von Rückschlägen. Eine Ausweitung des Suchgebiets sei nicht vorgesehen.

Fast zwei Jahre

MH370 war am 8. März 2014 mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos vom Radar verschwunden. Satellitenauswertungen legen nahe, dass es noch stundenlang Richtung Süden flog und im Indischen Ozean abstürzte. Auf der Insel La Réunion vor Madagaskar östlich von Afrika wurde im August eine Flügelklappe gefunden, die nach Überzeugung der Ermittler zu dem Wrack gehört.

Ungeachtet der bisherigen Untersuchungen bleiben viele der Angehörigen der Passagiere skeptisch, was die Erklärungen um Verbleib des Flugzeugs angeht. Erst kürzlich erklärten Hinterbliebene der zahlreichen chinesischen Opfer, sie gingen weiter davon aus, dass die Maschine entführt wurde und ihre Lieben an einem unbekannten Ort festgehalten werden.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen