Panorama

Gruben-Drama in NeuseelandVerschüttete Kumpel sind tot

24.11.2010, 06:29 Uhr

In der Mine im neuseeländischen Greymouth, in der 29 Bergarbeiter verschüttet sind, ereignet sich eine Gasexplosion. Die Polizei erklärt die Männer im Alter zwischen 17 und 62 Jahren daraufhin für tot. Niemand könne diese Explosion überlebt haben.

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Die Angehörigen der 29 Kumpel hatten bis zuletzt gehofft. (Foto: AP)

Für die 29 verschütteten Bergarbeiter in Neuseeland ist jede Rettung zu spät gekommen: Nach einer neuen Explosion in der Pike-River-Kohlemine hat die Polizei die seit Tagen verschütteten Kumpel für tot erklärt. "Nach den uns vorliegenden Einschätzungen von Experten glauben wir, dass alle gestorben sind", sagte Polizeichef Gary Knowles.

"Dies ist die schwärzeste Stunde der Westküste", sagte der Bürgermeister von Greymouth, Tony Kokshoorn. Nach seinen Worten war die neue Explosion "weitaus gewaltiger" als die erste, durch die am vergangenen Freitag die Bergarbeiter im Alter zwischen 17 und 62 Jahren in der Mine auf der neuseeländischen Südinsel verschüttet worden waren.

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Eine Methan-Explosion hatte die Mine bei Greymouth am Freitag zum Einsturz gebracht. In dem Bergwerk wird erst seit diesem Jahr Kohle gefördert. (Foto: dpa)

Nur wenige Stunden zuvor war am Mittwochmorgen bei einer Bohrung zu dem Unglücksschacht eine hohe Konzentration giftiger und explosiver Gase festgestellt worden. Die Sonde hatte kein Lebenszeichen der Verschütteten entdeckt. Im Laufe des Tages sollte eine zweite Bohrung zu einem anderen Teil des Unglücksschachts vorangetrieben werden.

Freiwillige Helfer wollten auf eigenes Risiko zu den Verschütteten vordringen, doch wurden sie von Minenchef Peter Whittall davon abgehalten. "Das Risiko einer weiteren Explosion ist zu hoch, um Rettungstrupps in die Mine zu schicken", sagte er. Wenige Stunden später wurde das Gebiet von der neuen Explosion erschüttert.

Noch vor der Presse waren die Familienangehörigen über die neue Explosion und deren befürchtete Auswirkungen informiert worden. Diese hatten tagelang gehofft und gebangt, doch nicht ein Lebenszeichen von ihren Angehörigen erhalten. Die Hoffnung hielt sich bis zuletzt: In der kleinen Stadt waren am Mittwoch noch überall die Bäume, Laternen- und Strommasten mit gelben Bändern verziert - dem Zeichen der Hoffnung auf baldige, gesunde Rückkehr der Angehörigen.

Quelle: dpa/AFP