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Das mutmaßliche Atomtestgelände in Nordkorea wird regelmäßig von Satelliten überflogen, die Fotos schießen, um Veränderungen zu beobachten.
Das mutmaßliche Atomtestgelände in Nordkorea wird regelmäßig von Satelliten überflogen, die Fotos schießen, um Veränderungen zu beobachten.(Foto: dpa)
Freitag, 14. April 2017

Kims Atomtestgelände im Visier: Bericht: USA prüfen möglichen Erstschlag

In Nordkorea laufen möglicherweise Vorbereitungen für einen erneuten Atomtest. Sollte sich das bestätigen, ist US-Präsident Trump einem Bericht zufolge anscheinend zum Äußerten bereit. Die Raketen sind demnach bereits in Stellung.  

Die USA bereiten angeblich einen vorbeugenden Luftangriff gegen Nordkorea vor, sollten sie von einem bevorstehenden weiteren Atomtest des kommunistischen Regimes überzeugt sein. Das berichtete der US-Fernsehsender NBC unter Berufung auf mehrere Mitarbeiter von US-Geheimdiensten. Zwei US-Zerstörer, bewaffnet mit Marschflugkörpern des Typs "Tomahawk", hielten sich demzufolge in der Nähe der Koreanischen Halbinsel auf. Einer davon sei etwa 480 Kilometer von dem mutmaßlichen Atomtestgelände entfernt.

Weiterhin stünden der US-Regierung dem Bericht zufolge Bomber auf der Pazifikinsel Guam zu Verfügung. Anfang der Woche hatte das Pentagon außerdem bekannt gegeben, dass eine Flugzeugträgergruppe als Unterstützung auf dem Weg zur koreanischen Halbinsel sei.

Ein Vertreter der US-Regierung wies den Bericht zurück. Dieser sei schlicht falsch, hieß es. Ein anderer Regierungsvertreter sagte, der Beitrag sei "bestenfalls spekulativ". Das US-Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Man diskutiere mögliche Szenarien grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit.

Atomtest für Kim Il Sung?

Zuletzt hatte es Hinweise gegeben, dass Nordkorea nach mehreren Raketentests einen neuen Atomwaffentest unternehmen könnte - möglicherweise sogar bereits zum 105. Geburtstag des Staatsgründers Kim Il Sung an diesem Samstag. Das US-Korea-Institut der Johns-Hopkins-Universität berichtete, Satellitenbilder des Testgeländes im Nordosten zeigten anhaltende sowie neue Aktivitäten.

Nordkorea hatte den USA mit "jeder Art von Krieg" gedroht, sollte das Land angegriffen werden. China warnte US-Präsident Donald Trump ebenfalls eindringlich vor einem Militärschlag gegen das kommunistische Regime.

Trump verwies seinerseits darauf, dass der Flugzeugträger "USS Carl Vinson" in die Krisenregion unterwegs sei. "Wir schicken eine Armada, sehr schlagkräftig", sagte er dem TV-Sender Fox. Auf Twitter schrieb er am Donnerstag weiterhin: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass China angemessen mit Nordkorea umgehen wird. Wenn sie dazu nicht in der Lage sind, werden die Vereinigten Staaten es mit ihren Verbündeten sein."

Quelle: n-tv.de

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