Politik
(Foto: Screenshot Site Intelligence)
Dienstag, 19. Juli 2016

Terrorzellen in Südamerika?: Brasilianische Islamisten schwören IS Treue

Bisland galt Südamerika als Kontinent, der weitgehend vom gewalttätigen Islamismus verschont blieb. Doch wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Brasilien tauchen erste IS-Propaganda-Nachrichten auf.

Wie groß die Gefahr ist und wie viele Menschen hinter dem Aufruf stehen, ist unklar. Angesichts der bevorstehenden Olympischen Spiele in Rio ist die Meldung dennoch besorgniserregend: Eine Gruppe brasilianischer Dschihadisten hat zwei Wochen vor den Sommerspielen in Brasilien der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue geschworen. Wie die für Beobachtung von Terror-Propaganda spezialisierte "Site Intelligence Group" meldet, sei im Nachrichtendienst Telegram ein Kanal namens "Ansar al-Khilafah #Brazil" online gegangen. Die erste Nachricht sei ein Treueschwur für den IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi gewesen. Zudem sendeten diverse IS-Propagandakanäle erstmals in portugiesischer und spanischer Sprache.

Die "Site Intelligence Group" geht davon aus, dass es der erste Treueschwur einer südamerikanischen islamistischen Gruppierung in Richtung des Islamischen Staates ist. Der IS hatte in der Vergangenheit bereits gedroht, die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro für einen Anschlag ins Visier zu nehmen.

US-Außenminister John Kerry hatte am Sonntag im US-Nachrichtensender CNN gesagt, die jüngste Welle von Terroranschlägen des IS sei auf eine deutlich geschwächte Position der Islamisten im Irak und in Syrien zurückzuführen. Er behauptete, der IS habe in den zwei Staaten 40 bis 45 Prozent seines Territoriums verloren. Terrorexperten setzen dem entgegen, dass die Zahl der Anschläge steigen könne, wenn der IS weiter unter Druck gesetzt wird.

Quelle: n-tv.de

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