Politik

Rentenpaket war "kontraproduktiv": CDU-Politiker fordert Rente mit 70

Wolfgang Steiger ist Chef des CDU-Wirtschaftsrats. Vom Rentenpaket, das seine Partei mit beschlossen hat, hält er allerdings nichts. Er fordert vielmehr eine Erhöhung des Rentenalters.

Arbeiten bis zum 70. Geburtstag? Diese Forderung kommt immer wieder auf.
Arbeiten bis zum 70. Geburtstag? Diese Forderung kommt immer wieder auf.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, hat sich für 70 Jahre als neue Altersgrenze für die Rente ausgesprochen. "Es wäre eine ehrliche Aussage, dass wir das Renteneintrittsalter mit der höheren Lebenserwartung in der Zukunft eher auf 70 Jahre erhöhen müssen", sagte er der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Derzeit liegt das Rentenalter bei 67 Jahren.

Es sei kontraproduktiv gewesen, mit dem von der Großen Koalition beschlossenen Rentenpaket Hunderttausende Fachkräfte vorzeitig in Rente zu schicken, ergänzte Steiger. "Wir müssen mit der Flexi-Rente einen Anreiz schaffen, freiwillig länger zu arbeiten. Dafür sollen die Arbeitgeberanteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung als Bonus auf das Einkommen der Arbeitnehmer oben drauf ausgezahlt werden."

Mehr ältere Arbeitsnehmer

Die Koalition hatte beschlossen, dass Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren schon mit 63 Jahren in Rente gehen dürfen. Zudem wurden die Mütterrenten verbessert.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hatte bereits im Januar ebenfalls für zusätzliche Anreize plädiert, damit Menschen freiwillig bis 70 arbeiten können.

Der Anteil älterer Arbeitnehmer ist bereits stark gestiegen. So waren im Jahr 2000 von den 60- bis 64-Jährigen nur 20 Prozent erwerbstätig und 62 Prozent Rentner. 2014 waren bereits 50 Prozent erwerbstätig und nur 37 Prozent Rentner.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen