Politik
Chris Christie in der Ronald Reagan Presidential Library in Kalifornien.
Chris Christie in der Ronald Reagan Presidential Library in Kalifornien.(Foto: AP)

Kampf um US-Präsidentschaft: Christie kandidiert nicht

Er ziert sich noch - diesmal. Der Republikaner Christie will nicht in den Kampf ums US-Präsidentenamt einsteigen. Noch sei nicht seine Zeit, erklärt er vehement. Unterdessen steht Amtsinhaber Obama schlecht da in Umfragen.

Das Kandidatenfeld der Republikaner für die US-Präsidentschaftswahl 2012 erscheint zunehmend gefestigt. Nach wochenlangen Spekulationen erklärte der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, seinen Verzicht, sich für das höchste Amt im Staat zu bewerben. "Jetzt ist nicht die Zeit für mich", sagte der 49-Jährige. Christie war zuletzt innerhalb seiner Partei immer häufiger aufgefordert worden, in den laufenden Wahlkampf einzusteigen. In Umfragen unter Wählern erhält er sehr gute Werte und wird für seine zupackende, pragmatische Art gelobt.

Die Republikaner müssen mit Vorwahlen im kommenden Jahr einen Gegenkandidaten zum demokratischen Amtsinhaber Barack Obama finden, der im November 2012 erneut antritt. In den Umfragen unter den zahlreichen republikanischen Bewerbern für die Kandidatur liegen derzeit der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, sowie der texanische Gouverneur Rick Perry vorn.

Obama tritt wieder an - doch mit welchen Chancen?
Obama tritt wieder an - doch mit welchen Chancen?(Foto: AP)

Obama schaut recht düster ins Wahljahr 2012: Nach schlechten Umfragewerten sieht er sich bereits als Außenseiter ins Rennen gehen. Schuld seien die schlechte Wirtschaftslage und die hohe Arbeitslosigkeit, sagte Obama in einem Interview des TV-Senders ABC. Nach einer neuen Umfrage des Senders meinen 55 Prozent der Amerikaner, dass Obama im November 2012 nicht wiedergewählt wird. Lediglich 37 Prozent glauben noch an einen Sieg. Überraschend: Bei den unabhängigen Wählern fällt das Ergebnis beinahe gleich aus. In dem Interview wurde Obama gefragt, ob er sich jetzt als Außenseiter ("Underdog") fühle. Seine Antwort: "Absolut".

Allerdings fügte er sofort hinzu: "Es macht mir nichts aus. Ich bin es gewohnt, ein Außenseiter zu sein." Obama spielte damit vermutlich auf die Vorwahlen 2008 an, als zunächst seiner Konkurrentin Hillary Clinton weitaus größere Chancen eingeräumt worden waren.

Doch trotz schwieriger Ausgangslage für 2012 gibt Obama nicht auf. Er sagte einen Richtungswahlkampf mit den konservativen Republikanern voraus, bei dem es darum gehe, wer die besseren und gerechteren Vorschläge zur Lösung der Krise habe. Die Republikaner wollten nur sparen und Ausgaben kürzen und seien gegen höhere Steuern für die Reichen, meinte Obama. "Das amerikanische Volk wird auf meiner Seite sein", sagte der Präsident.

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Quelle: n-tv.de

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