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Ein getwittertes Bild zeigt Cuspert umgeben von zwei "Brüdern" in Syrien.
Ein getwittertes Bild zeigt Cuspert umgeben von zwei "Brüdern" in Syrien.(Foto: Twitter)

Berliner Rapper als Dschihadist: "Deso Dogg" soll engem IS-Zirkel angehören

Der Verfassungsschutz ist alarmiert. Einem Bericht zufolge soll der ehemalige Berliner Rapper "Deso Dogg" zum Kreis um IS-Chef Al-Bagdadi gehören. Offenbar schreckt er auch vor der "Schändung einer Leiche" nicht zurück.

Der Berliner Dschihadist Denis Cuspert alias Ex-Rapper "Deso Dogg" soll einem Medienbericht zufolge zum engeren Kreis der Kämpfer des Islamischen Staats (IS) rund um den selbsternannten Kalifen und IS-Chef Abu Bakr Al-Bagdadi gehören. Cuspert, der als dschihadistischer Kämpfer den Kampfnamen Abu Thala Al-Alamani angenommen hat, soll kürzlich den Treueeid auf Al-Bagdadi geschworen haben, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen Bericht des Berliner Verfassungsschutzes.

Denis Cuspert als Rapper Deso Dogg vor zehn Jahren in Berlin.
Denis Cuspert als Rapper Deso Dogg vor zehn Jahren in Berlin.

Cuspert könnte dem Verfassungsschutzbericht zufolge auch an völkerrechtswidrigen Taten in Syrien beteiligt gewesen sein. Ein Video von Ende Juli zeige Cuspert, "bei der Schändung einer Leiche", berichtet das Blatt. Bei dem Toten handle es sich um einen zivilen Mitarbeiter eines Gasfeldes, der wie seine Kollegen augenscheinlich mit Kopfschüssen getötet wurde.

Die Verfassungsschützer warnten vor dem gewonnenen Status Cusperts innerhalb der Extremistenorganisation: "Seine Glaubwürdigkeit auf dem Schlachtfeld geht einher mit der gestiegenen Wertschätzung in der internationalen jihad-salafistischen Szene", zitiert die Zeitung aus dem Bericht. Cuspert genieße "eine exponierte Stellung als deutschsprachiger Propagandist des Islamischen Staates", was "ein erhebliches Mobilisierungsmoment für einschlägig radikalisierte Personen in Deutschland die Reise nach Syrien anzutreten" berge. Cuspert könne "junge Menschen für ein vorgebliches Paradiesversprechen ins Verderben locken".

Cuspert soll sich 2007 erstmals als gläubiger Muslim präsentiert haben. 2010 zog er sich laut "Bild"-Zeitung aus der Musik-Szene zurück und bekannte sich zum "Kalifstaat". Gleichzeitig warb er offenbar für den Heiligen Krieg und den Märtyrertod. Nach dem Verbot seiner Organisation "Millatu Ibrahim" verließ er die Bundesrepublik 2012.

Der IS kontrolliert nach einer Offensive weite Teile des Nordirak und des benachbarten Bürgerkriegslandes Syrien. Die radikalsunnitische Gruppierung geht mit äußerster Brutalität gegen die Zivilbevölkerung vor, insbesondere gegen ethnische und religiöse Minderheiten.

Quelle: n-tv.de

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