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Im Tiefflug gegen Al-Kaida?: Emirate verlieren Kampfjet

Rückschlag für den Kriegseinsatz der Vereinigten Arabischen Emirate im Jemen: Augenzeugen zufolge bohrt sich eine zweisitzige Militärmaschine im Nordwesten der Hafenstadt Aden in den Boden. Den beiden Piloten bleibt offenbar keine Chance.

Ein Kampfjet aus den Emiraten ist einem Bericht zufolge über dem Bürgerkriegsland Jemen abgestürzt. Die beiden Piloten der Maschine seien bei dem Unfall getötet worden, berichtete der arabische Nachrichtenkanal "Al-Arabija". Der Zwischenfall sei demnach auf einen "technischen Fehler" zurückzuführen, hieß es.

Bedrohung aus der Luft: Die Bevölkerung vor Ort scheint den Absturz nicht zu bedauern.
Bedrohung aus der Luft: Die Bevölkerung vor Ort scheint den Absturz nicht zu bedauern.(Foto: REUTERS)

Einzelheiten, wo und wann das Flugzeug abstürzte, nannte der Sender nicht. Sicherheitskreise in der südlichen Hafenstadt Aden berichteten allerdings, der Jet sei am Morgen im Nordwesten der Stadt während eines Angriffsfluges zu Boden gegangen. Demnach sei er gegen einen Berg geflogen, als er im Tiefflug mutmaßliche Dschihadisten des Terrornetzwerkes Al-Kaida attackierte. Erste Aufnahmen aus der Region zeigen Anwohner aus der Region, die nicht näher gekennzeichnete Wrackteile eines Militärjets in die Kameras halten.

Kriegseinsatz im Jemen

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Teil einer saudisch geführten Militärkoalition, die seit einem Jahr Angriffe in dem Land fliegt. Diese richten sich normalerweise gegen Stellungen der aufständischen Huthi-Rebellen, die große Teile vor allem im Norden und Westen des Landes kontrollieren und gegen Truppen und Verbündete von Präsident Rabbo Mansur Hadi kämpfen. Im Jemen ist neben anderen auch Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) sehr aktiv.

Um welches Modell es sich bei dem abgestürzten Kampfjet handelt, blieb zunächst unklar. Die Luftwaffe der Vereinigten Arabischen Emirate verfügt über einsitzige US-Kampfflugzeuge vom Typ F-16 sowie über französische Modelle vom Typ Dassault Mirage 2000 mit jeweils zwei Mann Besatzung.

Quelle: n-tv.de

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