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Ex-Bürgermeister von Detroit, Kwame Kilpatrick, bekam einst den Spitznamen "Hip-Hop-Bürgermeister.
Ex-Bürgermeister von Detroit, Kwame Kilpatrick, bekam einst den Spitznamen "Hip-Hop-Bürgermeister.(Foto: AP)

Kwame Kilpatrick bekommt 28 Jahre: Ex-Bürgermeister von Detroit muss ins Gefängnis

Bereits im März wurde der ehemalige Bürgermeister von der US-Stadt Detroit in zwei Dutzend Anklagepunkten schuldig gesprochen. Jetzt verkündet ein Gericht das Strafmaß: Der Ex-Politiker muss wegen Korruption und Erpressung für knapp 30 Jahre hinter Gitter. Der Verurteilte soll eine Mitschuld an der finanziellen Notsituation der Stadt haben.

Der wegen Korruption und Erpressung schuldig gesprochene Ex-Bürgermeister der US-Großstadt Detroit, Kwame Kilpatrick, ist zu einer Haftstrafe von 28 Jahren verurteilt worden. Eine Bundesrichterin legte das Strafmaß fest, nachdem der Kommunalpolitiker bereits im März in zwei Dutzend Anklagepunkten wie Bestechlichkeit, Erpressung und Steuerbetrug schuldig gesprochen wurde.

Erst in seinem Schlusswort zeigte Kilpatrick ein wenig Reue.
Erst in seinem Schlusswort zeigte Kilpatrick ein wenig Reue.(Foto: Reuters)

Kilpatrick und seine Komplizen hätten das Ansehen der Autostadt beschädigt, deren Finanzkrise verschärft und die Steuerzahler Millionen Dollar gekostet, erklärte die Richterin. Mit dem Strafmaß solle deutlich werden, dass Korruption nicht geduldet werde. Kilpatrick ist seit seinem Schuldspruch in Haft.

Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte der 43-Jährige Schmiergelder von Unternehmern erpresst, die sich um städtische Aufträge bemüht hatten. Bis zur Verkündung des Strafmaßes habe der Ex-Bürgermeister keine Reue gezeigt, sagte die Richterin. Sie blieb mit ihrem Urteil am unteren Rand des von der Anklage geforderten Strafrahmens. Die Verteidiger hatten auf höchstens 15 Jahre Haft plädiert. Kilpatrick äußerte erst in seinem Schlusswort Bedauern über seine Handlungen. Die 30-minütige Urteilsbegründung verfolgte er ohne äußerliche Regung.

Kilpatrick hinterließ Detroit hohe Schulden

Kilpatrick, einst bekannt als "Hip-Hop-Bürgermeister", war 2008 von seinem Posten zurückgetreten, nachdem ihm Falschaussage unter Eid während polizeilicher Ermittlungen nachgewiesen wurde. Dabei ging es um eine geheime Party mit Stripperinnen in seinem Anwesen sowie um seine Affäre mit einer engen Mitarbeiterin.

Kilpatrick hinterließ der Stadt aus seiner Amtszeit hohe Schulden. Der Niedergang Detroits setzte sich fort, im Juli 2013 erklärte sich die einstige Industriemetropole im Bundesstaat Michigan offiziell für bankrott. Detroit ächzt unter 18,5 Milliarden Dollar Schulden. Ende September kündigte die US-Regierung Unterstützung für die Pleitestadt an.

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Quelle: n-tv.de

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