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Bei der Schießerei wurden 58 Menschen getötet und 400 verletzt.
Bei der Schießerei wurden 58 Menschen getötet und 400 verletzt.(Foto: dpa)
Montag, 02. Oktober 2017

IS reklamiert Attentat für sich: FBI: Täter von Las Vegas war kein Terrorist

Die US-Bundespolizei FBI sieht keinen Zusammenhang zwischen dem Massenmord in Las Vegas und einer Terrororganisation. Die Terrormiliz Islamischer Staat behauptet dagegen, der Attentäter habe im Namen des IS gehandelt.

Die US-Behörden sehen keine Verbindung zwischen dem Attentäter von Las Vegas und der Terrormiliz Islamischer Staat. Die Bundespolizei FBI teilte mit, nach ersten Erkenntnissen stünde der Massenmord an mindestens 58 Menschen während eines Konzerts in der Kasinostadt in keinem Zusammenhang mit einer international agierenden Terrororganisation.

Die Terrormiliz IS hatte zuvor die Gewalttat über ihr Sprachrohr "Amaq" für sich reklamiert. Der Schütze sei ein "Soldat" des Islamischen Staates gewesen, hieß es in einer Mitteilung von "Amaq". "Der Angreifer von Las Vegas ist vor einigen Monaten zum Islam konvertiert", behauptete das IS-Propagandaorgan.

Der Schütze ist nach Polizeiangaben der 64 Jahre alte Stephen Paddock, der in der Nähe von Las Vegas lebte. Die Polizei erklärte, bei dem Schützen handle es sich offenbar um einen Einzeltäter ohne Verbindungen zu Extremistengruppen, dessen Motiv noch unklar sei. Er habe sich selbst getötet, bevor die Polizei sein Hotelzimmer gestürmt habe.

Der IS hat sich mehrfach zu Anschlägen bekannt, die nach Darstellung der Ermittler nicht auf die Islamistengruppe zurückgehen. Beispiele sind der Mord an einer 16-Jährigen in Hamburg im vergangenen Jahr und ein Amoklauf in einem Hotel in der philippinischen Hauptstadt Manila. Untypisch für einen IS-Attentäter ist im Fall Las Vegas, dass der Schütze von Las Vegas offenbar Selbstmord verübte und sich nicht von der Polizei erschießen ließ.

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Quelle: n-tv.de

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