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Bei einer möglichen Regierungskoalition mit der Linken sind sich Gabriel und Oppermann noch uneins.
Bei einer möglichen Regierungskoalition mit der Linken sind sich Gabriel und Oppermann noch uneins.(Foto: picture alliance / dpa)

Vergleich mit AfD und Front National: Gabriel erteilt Bündnis mit Linken Absage

Bei der Frage nach einem rot-rot-grünen Bündnis bezieht SPD-Chef Gabriel eine klare Position: Diese Regierungskoalition werde es vorerst nicht geben. Als Begründung wartet der Vizekanzler mit einem drastischen Vergleich auf.

Für SPD-Chef Sigmar Gabriel steht eine Regierungskoalition seiner Partei mit den Linken derzeit nicht zur Debatte. "Frau Wagenknecht hält im Bundestag Reden gegen Europa, wie es sonst nur die AfD oder die Rechtsradikalen in Frankreich tun", kritisierte er in der "Bild"-Zeitung. "Wer so redet, entfernt sich eher von der Regierungsfähigkeit". Diese Frage stelle sich erst dann, wenn sich die Linkspartei geändert habe, sagte er dem Blatt.

Die Linkspartei müsse sich daher entscheiden, ob sie Gestalterin sein wolle oder Daueropposition. "Erst wenn sie das getan hat, wissen andere wie wir oder die Grünen, ob es sich lohnt, über Bündnisse nachzudenken."

Der frühere Bundesumweltminister Jürgen Trittin von den Grünen hatte seiner Partei am Wochenende zu einem Bündnis mit SPD und Linken geraten. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter schloss indes auch ein Bündnis mit der Union nicht aus.

Prominente SPD-Politiker, wie Fraktionschef Thomas Oppermann, hatte in jüngster Zeit ein rot-rot-grünes Bündnis nach der nächsten Bundestagswahl nicht ausgeschlossen. Er hatte aber als Vorbedingung eine Kurskorrektur bei den Linken gefordert.

Quelle: n-tv.de

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